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Bruder Rausch : Facsimile-Ausgabe des aeltesten niederdeutschen Druckes (A) nebst den Holzschnitten des niederlaendischen Druckes (J) vom Jahre 1596
Entstehung
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X drang also n. u. A. nach Dänemark; imganzen getreu, denn wohl nur die eigentümlicheDarstellung der Teufelsversammlung, ein paarunbedeutende Nebenumstände und die unzwei-deutige Lokalisierung fallen dem nordischenErzähler zur Last. Anderseits bildet X aberauch den Untergrund, auf dem die Rauschdichtungin niederdeutschen Reimversen d. h. das Originalder auf uns gekommenen niederdeutschen Druckeruht. Allein auf dieser neuen Entwicklungsstufe,auf der das anspruchlose Teufelsexempel erstder deutschen Literatur, ja auch der ausländischen,gewonnen ward, ging es nicht ohne einschnei-dende, den Kern der Grundfabel treffende Ände-rungen ab. Erst jetzt kommt antipfäffisch gefärbteTendenz herein, wie wenig sie im Grund auchin den Rahmen der Geschichte und besonderszu ihrem Schluss passt: als liederliche, sittenloseGesellen werden diese Mönche gleich zu Anfangder Dichtung geschildert und im Zusammenhangdamit nimmt nun das Motiv der Unkeuschheiteinen ziemlichen Raum ein: der Abt selbst stelltda an Rusche das Anliegen, ihm ein frouwelinfyn zu verschaffen, und durch Ausführung desgleichen Auftrages verbirgt dieser geschickt dieTötung des Meisterkochs (anders in VI). Dasist die eine Seite. Und diese gegen das Lebender Klostergeistlichkeit gerichtete Polemik lagder Zeit im Blute, erreichte ihren ersten Höhepunktin den Briefen der Dunkelmänner. Die andereSeite, die der ndd. Dichtung 1 ) ein neues Gesicht

') Ndd. Jhb. 24, 83.