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Bruder Rausch : Facsimile-Ausgabe des aeltesten niederdeutschen Druckes (A) nebst den Holzschnitten des niederlaendischen Druckes (J) vom Jahre 1596
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bekannt war,erfolgt sein wird, 1 ) beweist wenigstens,dass jene Verbindung um 1500 bereits bestand.Dass aber das immer wieder zitierte, halblateinische, halb dänische Epitaphium 2 ) auf JohnPraest in der Klosterkirche von Esrom irgendwelchen lebendigen Einfluss auf die Entwicklungoder die Lokalisierung der Sage gehabt hättewill mir nicht einleuchten. Es besagt m. E. nur,dass ein gewisser John Praest (dies ein Appellativnicht eine Standesbezeichnung), der als Fein-schmecker bekannt war 3 ), dem Kloster sein(graues) Ross und 2 Mass Weizen (wohl alsjährliches benificium) vermachte; und dafürwird ihm eine Orabstelle in der Südwesteckeder Kirche eingeräumt worden sein. Erst gelehrteKombination 4 ) scheint ihm mit Ruus zusammen-gebracht zu haben, die dänische Volkssage (V)weiss nichts davon. Und jenem anderen Ge-schehnis Anz teilt die daraufbezügliche Ur-kunde Euphorion 4. 766 nach Bruun im Auszugmit, das sich im Jahre 1371 zu Esrom abspielte,und dessen Held ein exkommunizierter Priester,frater Johannes Kraffse, ist, vermag ich erst rechtkeinen Einfluss zu zuerkennen. 5 )

>) Vgl. auch Anz, Euphorion 4, 764 f., Ndd. ]hb. 24, 86 f.

') Anz, Euph. 4, 767.

*) Falls die Zeile Semper comedebat det bäst nicht nur dem Reimezu lieb steht.

») Bei Helvederus (15641634i in Sylva chronolog. maris Balticip. 46; aber Hans de Hofman, Samlinger . . . a i Stif telser, Kjob.175580 tom. VII S. 155 f. führt Epitaph und Sage als zwei gänzlichgetrennte Dinge an. Mit Bezug auf letztere (Vgl. den Schluss von V)heisst es da: Der (zu Esrom) fiudes nuikkenoget af degamleAnt iquiteter: uden en stör Jern-Q ryde og Rist, som skalhave tilhörl Broder Ruus.

5 ) Auch Kittredge a.a.O. S. 417 Anm. scheint, wie ich nachträglich sehe,über beide Punkte ähnlich zu denken.