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kein blosser Fantasiename gewesen sein — machteeinem Rusche (Ruus, Rausch) 1 ) Platz. Unddamit könnte ja ursprünglich ein mit dem ndd.Poltergeist Hüdeken oder Pück identischesoder ihm doch engverwandtes, koboldartigesWesen bezeichnet worden sein 2 ). Unter dieserVoraussetzung werden wir es erklärlich finden,wenn ein Zug, wie er ähnlich der HüdekenSage (zuerst bei Trithemius, Chronicon Hir-saugiense ad ann. 1132) eigen, nun hiereindringt: d. i. die burleske Ausgestaltung desursprünglich so einfachen Küchenmeistermotivs,wie uns der Vergleich von G mit V (D) lehrt.Ja, es ist auch möglich, dass die Verwandlungdes Teufels in ein Pferd, in eine von koboldischenWesen gern gewählte Gestalt 3 ), ndd. Volkssagezu zurechnen ist. Aus diesem keimkräftigenBoden also sog das alte Mönchsexempel neueNährkraft an sich, allein erhalten ist uns einliterarischer Niederschlag dieser bereicherten
') Die schon von Schade, Weim. Jahrbuch 5, 381 gegebene Herleitungvon ruschen (stürmen) befriedigt m. A. n. völlig: Rusche = derStürmer, Lärmer, wozu der Beleg aus Schuppiu» (Orimm WB 8,314) und der Eigenname Rauscher zu vergleichen wäre. - S auchH. Anz, Ndd. Jahrbuch 24, 87, dessen beide Aufsätze, hier n. Eu-phorion 4. 756 ff, sowie die noch zu erwähnenden von O. L. Kittredgeund C. Herford die Bruder Rausch-Forschung sehr gefördert haben.
■) Es ist jedesfalls von Wichtigkeit und Interesse, dass schon Reginald Scott'Discoverie of Witchcraft etc. 1584 auf Grund seiner Kenntnis desengl. Schwankbuches vom Frier Rush und der ihm durch Weier, DePraestigiis Daemonum (1583) vermittelten Hüdeken-Sage auf dieÄhnlichkeit der beiden Gestalten aufmerksam machte. Vgl. O. L. Kittredge,The Friar's Lantern and Friar Rush (Publ. of the Mod. Lang.Assoc of America 15, 415 ff.). Wie gelegentlich der Teufel als Irrwischauftritt (ebda. S. 432), so konnten auch Züge von anderen Wesen derniederen Mythologie auf ihn übertragen werden.
8 ) Kloster, Bd. XI, 1086 ff.; F. Delattre, English Fairy poetry(1912) p. 109.