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Auf Grund dieser eigentümlichen Mittel-stellung von V wird man zu dem Schluss ge-drängt, dass O, V und D verschiedene Entwick-lungsstadien der Teufelslegende repräsentieren,die wir folgendermassen klarzulegen versuchen.
Jenes lateinische, aus erbaulich-belehrenderTendenz erwachsene Teufelsmärlein wurde, allerWahrscheinlichkeit nach durch die Predigt, inweiteren Kreisen auf niederdeutschem Bodenbekannt, wofür ja immerhin ins Gewicht fällt, dassdie einzige uns bekannte Quelle in geographischerNachbarschaft dieses Gebietes entstanden ist. Eserging mit diesem exemplum eben nicht andersals mit jenem vom Teufel in der Kirche, das inhinterpommerschen, wendischen, kleinrussischen,isländischen u. a. Volksmärchen und Sagen inbunter Einzelgestaltung weiterlebt.
Wie die Teufelslegende nun in diesem Kreisewiedererzählt wird, zeigt sie eine motivver-stärkendeTendenz: das der Klosterzucht feindlicheWirken des Dämonen wird schärfer heraus-gearbeitet (vgl. in V das Brechen der Freitags-faste, die Anreizung der frommen Mönche zurUnkeuschheit), seine Erkennung und Bestrafungwirksamer gestaltet (Messesingen, Verwandlung);allein weit wichtiger ist das Eintreten der Legendein den Bereich niederdeutscher Volkssage. Soerkläre ich mir zunächst den Namenswechsel:Bruder Albrecht, ein Name, der keine spezifischeVorstellung auslöste, — hatte die Geschichteeinen reellen Hintergrund, so mag er freilich