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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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bilde gebent zu aller gerechtekeit: di gehorrent in den kor zu den engele»di wurften fin geheizen. Di gewalt und mcifterfchaft habent, di demutigenfich, wellen fi daz Got fi hohe. So der menfehe ie hoher ift, fo demutigelieh, ftat an der i'chrift. Über hebez du dich, du velleft; niderft du dich,5 du wirft irhohet. Über bebez du dich, Got nidert dich; nidre dich, Goteret dich. Swer durch gewalt lieh über hebet, der ift gelich deme derfich Gotez fchemet und bezuget mite daz er nicht wil fin ein geht an demlichamen da Got felbe houbet ane ift.

(39.) Ez waz ein guter man abpet in eime cloftere. do abpet Robertuf,

10 der Sente Bernart abpet waz, verfcheit, do wart dirre gute man irwelet,daz or abpet were zo Clerevaz. Doch er zu der welunge nicht in were,er war dar geladen, er bette groze vorte daz di fivero bürde uf ime gelege.hi na quam mere daz er abpet zu Clorevaz irwelet were. der botfeheftewart er fere betrübet und vur zu eime cloftere, heizet Sente Peterz dal.

15 dar barg er fich eine wile. Er bat unfer vrowen nacht und dach, da fiin lidigen weide. do ir fchein ime Gotez muter in gar grozer fchonheiteund brachte ir minnenclichez kint in iren armen gedragen. Der gute abpet141«J vil unfer vrowen an ir wuze und bat daz fi fich über in wolte ir-barmen. Unfer vrowe fprach gotliche: 'warumbe biz du bedrubet, über

20 abpet Faftrade? du fold mir helfen dragen di gar miniiencliche bürdedi der gute und och di gerechte Symeon drog an finen armen', und gapime ir gar libez kint. 'Nim', fprach fi, 'miner feien lebetage und do mitime lipliche, alfe du van ime und och van mir Ion willeft haben'. Do dizwaz gefchein, der gute appet dachte daz diz werliche van Gote were kumen,

26 und daz fi unfer vrowen kinder weren und och werliche Gotez gelideredi in zu appete betten irkoren. Er gedolfte nicht wider Gotez ordenungedun und wart appet zu Clerivaz. alf er der erfte an deine namen waz, alfewaz er der erfte an aller heilikeit. wi vollekomen er were, daz merken alle digewalt und meifterfchaf haben, der münich der di cleidere gap, der legete

30 ime an fin bete eine chogele, di waz luzel bezere dan di gemeinede druge.herumbe wart der munich van ime berefpet fere. Er fprach: 'wi nu, übervrunt und och guter bruder, waz hap ich wider dich getan, daz du mich

9. S. Bernhardi Vita prima, Hb. VII: Fragmenta ex Herberto (Migne t. 185 c. 464 B).

5. nidre] dre überradiert, dr unsicher und d« von C über i gesetzt. 7. fchemet] vorher

he? ausradiert, mite] C setzt den i-Strich fälschlich über den ersten m-Strich. 10. verfcheit]von C 2 , der waz hinzuzieht, in fchiden geändert. 12. vorte] e von 0 nachgezogen oder ergänzt.15. da fi = daz fi (Sandhi). 21. zweites di] d s C. drog] 6 O. 22. do] das o unsicher;

G hat aus dem ursprünglichen Buchstaben ein v gemacht. 23. erstes van] C ändert a in o.

26. gedolfte] Weinhold § 212. 28. daz] von C aus ursprünglichem den (?) gebessert.