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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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heizen: daz fi allen luten rechte richten, nimer durch gut noch durch gäbedaz gerichte verkerren, den armen genedic fin in deme gerichte, vvan ez izgefcriben: 'urteil ane barmherzekeit dem der nicht barmherzec ift'; clofter,kirchen, phaflieit und fwaz fi habent, widewen, weifen und armen getruliche5 befchirmen; di fchuldien und di fcadebere, daz fint roubere, mordere unddibe, mit warheit und mit rechten urteile ver dilien und ver der ben, wan ezift vil bezzere daz ein fchuldic menfche finer bofheit cntgelde, dan er diunfchuldien verderbe. Ir fulent felbe Got vor ougen han und alle bofheitmiden und wider rufen allen den di ir van ungerehte mugen zwingen: fo10 werden ir werliche van den oberften lichtere gecronet in himelriche. Ift aberdaz ir uweren gewald ane wellent fehen und daz volc unferez herren druc-ken, fo vrocht ich daz nch in dem engeflichen gerichte übel fol gelingen.

(34.) Ein rumez küning, hiz Troianuf, der ilte /öl«/ zu eime ftrite.in nendez quam ein widue und bat den kuninc weinende daz er ir richte

15 über den der iren fune mordete. Der kuninc fprach daz er daz gerne dete,fo er wider van deme ftrite queme. Di widue fprach: 'ob du erflagenwirft, wer fol mir danne richten?' Er fprach: 'der na mir kuninc wirdet'.daz wip fprach: *waz genaden fol dir clarumbe gefchen daz ein ander voile-bringet?' Der mute kuninc jach daz fi recht hette, und faz nider van fime

20 rozfe und richte dem wibe und hiz verderben alle di di iren fune mordeten.Na dez kuningez dote wan er ein heidin waz, fo wur fin feie zu den pinen.da waz fi manik jar, biz Sente Gregoriuf pabeft wart, er laz van dez mil-den kuningez gerichte, und wi er half der witewen. ez jamert in van allemeherzen daz der gute richtere in der helle ewencliche folte brinnen. Sente

25 Gregoriuf begunde getruweliche unteren herren biten mit innenclicheme her-zen und mit weinenden ougen wur dez kuningez feie. An deme driten dageifchein ime der engel unferez herren und faget ime daz in Got irhorthette, und daz dez herren feie di ewigen vroude befizen folde.

Eia, nu merket, ob ein heidenz richtere mit rechteme gerichte daz ver

13. Honorius Augustodiin. I, c. cot. 863 D. (vgl. Gaston Paris, La Legende de. Trajan, Bibl-de. VEcole des haut es itudes 33 (1S78) p. 261 ff.)

I. uimer] f. 2. iz] izt 0. 5. fchuldien] C setzt -über i ein g. 6. dibe] mit Ver-

weisungszeichen +, dazu auf dem stark beschnittenen Band von G: + d'e f jna = d'e fol man-9. undzwingen] vgl. Quelle: (Spei debetis) . . . omnes quos potestis ab injusticia prohibendorevocare. 11. zweites daz] 0 tilgt az durcli Unterpungierung und schreibt en darüber, d. h.er bezieht es ««/gewald; wie die Quelle lehrt, ist aber volc (populum) ausgefallen. 13. rumez]C korr. u in o und setzt über das e, das er tilgt, ei» i. kuning] kuninj,, das s dürfte aus ckorr. sein, vgl. Z. 14 kuninc. 15. fune mordete] zwischen den beiden Wörtern trägt C über derZeile nach: het er; er will also lesen: fune het ermordet, vergißt aber das Schluß-e in mordetezu tilgen. 20. fune mordeten] C setzt über die Zeile hete Ge, vgl. zu Z.. 23. kuningez]v, ans r korr. 28. herren] h«ten.