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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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perrichere dez gotlichen kindez nicht me fehen mochte. Do vragete er denprilter waz er ubelez begangen hette, und Taget ime den grozen fcaden der'nie mit deme liben kinde gefchen were. der prifter irfcrak innenclichen lereUnd fprach, ez in were nicht anderez wan der unvride und der zorn den er' le tte mit fime gevateren. do hiz er ime fin fwin gelten und wurten gute 6Vl 'unte. Di genade di er verloren hette, di gewan er da na kume wider.

Sente Auguftinui fprichet: 'Vride ift daz bei'te clenode daz Got ie uffec 'az ertliche geigap'. Darumbe fulent ir uch vlizen zu allen ziten daz irden vride behalten den Got finen jüngeren gab, do er uf erriche in erfcheinMach finer ufftende. Bernarduf: 'Wilt du gerne ein vridefam herze gewin- 10nei b fo übe dich flizencliche an difen feiz dingen: Daz erfte, daz du zu allenz iten gerne din Iwigen haldeft'. diz f-\vigen ift wol dez heiligen geiftez undeir i fluzen dez himelrichez und aller dugende. Yladaf der fprichet: 'Alle di'terkede di wir haben fulen zu dugentlicheme lebene und den fanden widerZu ftende di lid an fwigene und daz wir zu verficht haben zu Gote'. David 15" e r prophete waz vol dez heiligen geiftez und alle fine wort waren wüllen-kumen; der minnete fwigen alfo fere daz er felbe fprichet: 'Ich verftummete,daz ich fwigen gelernnete und war mite demütik, daz di oberfte dugent iftf h der menfche gehaben mak. lieh fwek dicke van guten und van nuzenPorten, herumbe wart ich geubet innewendic an mime herzen, daz man dicke 20eir » wuir an miner andacht mohte enzundet haben'. Bernarduf: f33>-f 'Ichhabe dicke geredet daz mir leit ift worden, fwaz ich ie fweik, daz wart mirR i leit'. Der menfche fol fich ze allen ziten in hüten haben vor itelen ge-kerden und vor unnützen Worten, wände du folt daf ver war wizen daz dufilier kein itelkeit geduft an Worten noch angeberden, du verlifeft drier 25genaden eine: Antweder di dir Got hat geben, daz er dir di nimet; oder digenade di er dir wolte geben, daz dir di nimer enwirt; oder di genade di duv erloren halt, di dir Got wolde wider geben, daz dir di nimer enwirt. und^'iffezt daz verliehe: und wereft du alfe wullenkumen alfe deinhein menfcheUl ertriche, und wilt du gerne vil gerende fin van itelen und van muzfigen 30

13. Is. 30, 15. 17. Ps. 38. 34.

1. perrichere] wieder von C getilgt und gevat' dar übergesetzt. 3. liben] ! 0. 5. hinter^016: v (Anlaut von valeren) aasradiert. 7. clenode] clei C. 9. gab] von C über der Zeileer 0änzt. er uf] zweimal geschrieben, doch das zweite mal überradiert, erriche] G fügt hinler demersten r ein t über der Zeile ein. 11. feiz] C tilgt i durch einen Punkt. 12. diz] C tilgt di/.ävr.ch Punkte und setzt daz darüber, nachdem er i bereits in a geändert hatte. 13. fluzen] hyper-hoelideutsche Schreibung für fluten (= fluoten)? vgl. S. 63 Z. 21. 18. gelernnete] gelern | nete,v 'J l - S. 55 Z. 2. war] C ergänzt t. 19. swek] e C. 20. geubet] in der Vorlage dürfte gluvec(-gluwec) gestanden haben, entsprechend dem concaluit der Quelle. 21. mohte] von C über

r ' e/ ' Zeile ergänzt. 22. wart] über der Zeile nachgetragen. 23. ni] hinter dem i eine Rasur.

''Uten] n von C durch einen Punkt getilgt. 25. nimer] i G. lifeft] i' G. 27. nimer] i C.

3 °- du] d aus t korr. fin fehlt.