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ir den vxide haldent und in deme vride fint, fo fint ir in Gote und ift Gotin uch.
Ich wil uch lagen vaz vride ift: Vride ift ein lutterkeit der finne, einfenftekeit dez gemütez, ein einweldekeit dez herzen, ein bant der minnen, ein5 geifellefohaft der libe. Vride beniruet kriek und fcheidet urlouge und ftillftzorn und tritet hovfart under fich und höhet di demütigen. Vride geifelletiniiTehelle und wüget vienfchaft zu fruntlicher libe und ist allen den hiteUgefellich. Vride gert nicht eigenez und behaben nicht vremedez. Vride wijnich hohfortik [in. Swer vride habe, der behald in, fwer fin nicht habe, der
10 Tuche in, wände fwer ane vride wunden wirt an lim ende, der wirt verteiletvan deme vatere, enteret van deme fune und wirt gefcheiden van deme heili'gen geilte. Nu fulent ir uch vlizen daz ir rechten vride und ganzen vride be-haltent, wan betten geiftliche lute unvride, daz wer inme zu w . . . ae daßweiitlichen luten, wände li der dinge nicht ein hant di unvride machent. IN U
15 mak der menl'che nicht vride halten mit anderen luten, er behalten och anime Mber. Herumbe fol fich ein iglich bruder hinderlichen vlizen daz er denvride zeinerften behalte mit finer meifterfchaft und da na mit iglicheme bru-dere, wan al di wile ir vride und truwe mit brüderlichen libe under uchhabent, Co ift Got under uch, und all ir den vride verlifent, Co hant ir och
20 Got verloren.
(23.) Ez faz ein erfam prilter uft'e finer perren, der bette einen perrichere, der waz gerecht und gar reinez und einveldiez herzen. Er fuchWunferen herren truweliche und vant in werliche. do der prilter einez dagezmeffe fanc, der einveldie leie i'ag alle dage ein cleinez und ein gar minnic
25 lichez kint uft'e deme altere. do der prilter daz pete folte geben, daz libjkint kerte fich zu dem priftere und gap ime daz pete mit fime fuzen munde-Her nach gefchach daz einez armen man/32<7iiez verrer muter mit iren verke-len lif in dez prilter garten und det ime etlichen fcaden. Dez prifterez ge'finde jageten di hunde über daz fwin und bizfen ez zu dode. der arm 6
30 wolte daz ime der prifter fin fwin gulte. der prifter wolte daz ime der arm efinen fcaden e abelegete, und quamen durch dife dinc zu unvride und zukrige, daz fi waren etliche dage daz einer den anderen nicht wolte Z«jfprechen. In difeme zörne wart deme priftere di genade benumen daz der
21. Exordinm Magnwm Cisterc. dist. V cap. XIV. (Migne 1. 185 c. 1158 C).
5. geifellefohaft] das i erscheint ausgekratzt, ebenso 7j. ti. libe] i ('. 6. vride] zu diesen'Satz am rechten Rand das Lesezeichen 3^. 1. miflehelle] das i rührt von C her, doch läßt ^
sich nicht erkennen, woraus es horr. ist, vielleicht aus e? ift fehlt. 8. behaben assim. an nicht;= behabet. 13. W . . . ( ie] vvizene? drei Buchstaben zufolge Durchschoben* rf&s Perg. von da'Rückseite ans verloren gegangen; C tilgt den erhaltenen Rest durch Punkte und setzt links über dt"Zeile vizen. 18. uch] G setzt über das u (v), das er zudem nachzieht, ein e. 21. perren] pren>C tilgt durch Punkte und setzt fpare darüber, perrichere] ebenfalls von G getilgt, der gevat 0dar übersetzt.