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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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(13.) Ez waren zwei andere [21*] kint, einez riehen herren dochtere. djaldefte di waz eime riehen herren gelobet, di jungelte Gote zu einer brut. Derdac quam daz li beide ir brutloft lolten han, dife zu werlichen dingen, dijüngere zu gütlicher minnen. Di aldefte lag ir fweiter gan in armen grawen5 cleiderew. do begunde li zu weinene und och nid zu habene, daz ir Iwelterbaz gemannet hette dan ir brutegoume folde welen. ir widern were och viterichere dan allez daz ir vater mochte geleilten. Si gie helingen in daz gademda irre Iwelter cleidere inne waren, und zoch wol balde uz ir baldekin und irgute lamidez cleider und det einen grawen rok über ir liden heimede. D 1 \

10 jungelte quam gegangen und vragete warumbe li daz dete. Di brud Iprachzu deme kinde mit weinenden ougen: 'Minnencliche Iwelter mine, ich wüdir geben al den richtum und di grozen zirde di mir gegeben ilt zu minenbrutegoumen, und habi dir och den brutegoumen, den Worten daz du rtullazelt dile armen cleider, daz ich Gote mite dine'. Di junge begunde z e

15 weinene mit luter ftimne und Iprach: 'Du hine, vrowe Iwelter, dile armencleider, da mit du dich interelt! dime künincriche zimet nicht wol daz dumich roubelt, du lold einen geweidigen herren haben und lolt kint gewinnendi herre un küninge minne. du lolt lamit und boldekin dragen und ich graweund arme heirine cleider. genite dich dinez grozen richtummez und werlicher

20 vroweden und nicht nide minez armütez und miner jamerkeite'. Di aldelteIprach: 'Ilt ez richtum und werliche vrowede daz du mir lo lobelt, lo habe duez alzemale, den worten daz dir heil und gelucke mite volge. Ilt ez aberunltede und zergenlich, lo wer ez min Ichade und vere mir och groze Icarne,wan ich di aldelte und och di grozelte bin, daz du mich loldelt beidregen

25 und mir daz wenelt dun daz dir leit were, [21*] ob ich dirz dette. dunket dibillich daz di aldelte der jüngeren dine, lo wil ich ez doch hüte noch nimei'

1. Quelle ? Wahrscheinlich aus der Lebensgeschichte zweier Cisterzienserinnen (s. die Er-wähnung der grawen cleider^ vornehmer Abkunft. (Bei Chryst. Henriquez, Lüia Cistercii <f>Duaci 1633, finde ich jedoch nichts passendes).

2. aldefte] C tilgt a durch einen Punkt und setzt e darüber. 3. werlichen] weichen; dochsetzt C ein t zwischen w« und 1. 5. cleid'e. och nid] nid von C durch Punkte getilgt, och '"fich geändert und dahinter vbel an den Band geschrieben, also fich vbel zv habene. 6. widein]von C durch Punkte getilgt und wil übergeschrieben. 7. helingen] he von C. 10. brud]

d von C durch Punkte getilgt und t übergeschrieben. 13. och] öch C. 14. lazeft] a von Gdurch einen Punkt getilgt und a übergeschrieben, s. Einleitung. dine] I C. begunde] ü G-15. Du] D'v von C. 16. intereft] i von C durch Punkt getilgt und e darübergeschrieben-

17. geweidigen] erstes g verschmiert und daher von G neu übergeschrieben. 18. herre C. minne]mlnß, der zweite Balken von C. boldekin] o von C durch einen Punkt getilgt und a übergesclirieben-19. heirine] ine C. genite] das erste im Texte undeutliche e von C noch einmal übergeschrieben.richturriez. 20. nide] von C ausgestrichen. 24. beidregen] C tilgt das e der Vorsilbe>

durch einen Punkt, setzt über das e des Stammes ein i und zieht außerdem das b nach-25. weneft] darüber von C woldeft. di] C ergänzt in di cl1 .