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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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Van hohfart fo kumet rüm, itel ere, verwizen, unedelkeit und ander bol-

eit . ichone cleider und vile zeren, nuwe vunde, pirgerie, gelich/enille, ver-

^acniffe armer lute, Icamen ficli liner armen mage und etliche vater und

uter, Iwelter und bruder, fcamen Gote ze dinne und guter dinge, rümen lieh

oie r dinge und dicke dez nicht ift, und fcame umb ungeltald dez libez. 5

Daz ander wort i'prach unfer heiTe zu deme fcheker: 'werliche Tag ichlr daz du lold hüte mit mir lin in dem paradife'. Daz wort heilet an unz

(1 unreine mifelfucht dez ubelen nidez, di lieh veirizet fo Ii höret eder fihetf z ein anderen menlchen gut gelcheit. unfer herre der verbonde nicht deme

tiebe daz mit ime deilite lin riche. Der ein anderen verban heilez und gutez, 106r Ut unwirdich Gotez und linez richez.

(12.) Ein geweidiger künc hette Iwa junevrowen, di ime lange und ge-diehe hetten gedinet. Di erlte heiz junevrowe Nid, di andere vrowe Gir-eit - zu einen winachten, do der künc linen kinden und linen liben vrundenölte han kelte geben, den zwen junevrowen wart gelobet, Iwaz di eine ezche, 15az der kunc mochte geleiten, dez folte Ii gewert werden und der anderenwirent alle vile. vrowe Nid wolde van leide fterben, ob der anderen me< n ire wurde. Si krigeten lange umbe den wurlprung. dez wurden fi beide

gefunt. Di Girheit wolde me dan genüge, darumbe heizet vrowe Un nuge.

lr linne Itent na gaben, herumbe ift Ii verdampnet an lip un an lelen. June- 20r owe Nid multe di erlte lin, \r untruwe wirt nuch dicke Ichin. Si bat irenerren daz er dete ire ein ouge uz brechen, den worten daz er der Girheitedete ZW ei uz brechen.

1. zu den 7 Todsünden (Z. 1—5, S. 35 Z. 13—18, S. 36 Z. 32— S. 37 Z. 4, S. 39 Z. 1—6, S. 40■ 4 —9, S. 42 Z. 23—28, S. 45 Z. 17—21) vgl. 1) Gregorii Magni Moralium Üb. XXXI: Inc *put XXIX Beati Job (Migne t, 76 c. 621 § 88) ; 2) J. Oberlin, Bichtebuoeh, Straßburg 1784,

, ' c 9°»' fußender lat. Sündenspiegel gewesen sein. 6. Ime. 23, 43. 12. ~ Aviani Fa-

oe XLII ad Theodosium ex reo. O. Froehner, Leipzig 1862, no XXII p. 27. Vielleicht hat■ Bvrnards bekannte Parabel: Rex nobilis et potens tres habuit filias (Migne t. 183 c. 770B)

„' * 36; 3) Pfeiffer, Berthold von Regensburg 2, 670 f. — Die unmittelbare Quelle dürfte ein auf

'••Tregor fußender lat. Sündenspiegel

oe XLII ad Theodosium ex reo.

• B&nards bekannte Parabel: Rex l

a "f die Umgestaltung Einfluß geliabt-

1. verwizen] •tadelri (Pfeiffer: itwizzen den nechsten), C setzt ein z über das i. 2. shcone.

Pirgerie] verstehe ich nicht, gelich/eniffe] gelichniffe, die Konjektur ergibt sich aus Pfeiffer und

*«», g veirizet] von C durch Punkte getilgt und vrezzent darübergeschrieben, höret] e C.

"let] lihöt C. 9. ein] von C in eim korr.; ebenso Z. 10. gefcheit] i von C durch einen Punkt

y&ilgt. verbonde] b von C in g geändert, desgleichen in verban Z. 10. 10. daz] dahinter er

p' 1 0 über der Zeile ergänzt. 11. unwirdich] w von C in v korr. 12. fwa] von C durch

unkte getilgt und zw übergeschrieben, ime] i zum Teil ausradiert. 15. kefte geben] von C

. Punkte getilgt und geladen übergeschrieben, ezche] 0 tilgt das Wort durch Punkte und setzt

i che rechts darüber. geleiten] lel't G. 19. heizet] dahinter von C über der Zeile si ergänzt.

yn»nge] Unvuge, vgl. S. 40 Z. 5. 20. ftent] ften verschmiert. 21. mufte] u 0. ir] in,

" von C das richtige übergeschrieben.

D e>itsche Texte des Mittelalters XVI. S