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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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cello, und fprach dife wort mit innencliclieme herzen und mit weinenden°ugen: 'Suzer Got von himelrich, du dine kint vir fuchef t nuzliche undnanigerleie bekorunge an in verhengeft, [7 r l ir heil ze meren, kere den ftrith

nci di bekoringe di der jungelinc hat, in difen alten man, daz er infinenalten thagen erkenne daz er in finer langen zith ni wolte gelernen, daz er rath 6

"unne geben allen di her nach umbe dife dink helfe und rat an ime fhuchen'.

mach ^ acn der heilige vater wi der tüvel quam in einez menfhen glichnifze

nnd brachte ein bogen und einen kodier vol phili und fhoiz an underlaz in

e z alten mannez celle. Der alte man ge wan fho groze be korunge daz ergmk von winkele zu winkele alf ein trunchen menfhe unde mohte nicht langer 10wider ftein. her begonde uz loufen zu der werlde denfelben wek den derjungelinc waz gegangen. Do diz der heilige vater gefach wor der halde hinwolde, do leif er ime nach und fprach: 'Wor wiltu und waz wirret dir?' Dera he dachte daz der heilige vater allez fin leiben von Gote weite, und vongrozer fhamen thiirfte er nicht fprechen. Do fprach der heilige vater: 'kere 16v 1( * er in dine celle und ge denke mit dir felbir daz dich der thuvel verf mach

ette und din gar ficher waz, wan er dich nich wolte vir fuchen. Nu merke

lne groze krancheit: daz du nicht ein ftunde mochteft wider ftan, du wurdiftr elük, däz ift darumbe geifhen, wan du den jungelinc miffe troftef dernenfliche be korunge hette, der nimant ledik mag wefen der in himelriche 208 e cronet Chol werden. Wol hine, bite wir di groze barmhercekeit unferflerren daz er dir beneme dize gar groze Ungnade und dir gebe be fheinden-lei t, dine zunge ze be twingene, daz du nummer me alfo getanen rat gebez

111 höhne guten menfhen'. Alfo ge half der heilige vater dem jungelinge und°eh dem alten, daz fi beide bliben und daz himelriche vir dineten. 25

Bernarduf: befheidenheit ift muter allir thugende, und di ftarke minne

1 umende beftruchet genzlichen, fel&e bi halde danne de be fheindenheit. Alle

nngede ane be fheinrfewheit werden zu nichte eder ge digen zu Untugenden.

V Gotez wille liet allir melft dar an daz wir uz wendik ge zogen fin an

uniern werken und an unfern fiten und innewendik be fheiden an gerungen, 30

n willen und an bewegunge der feie.

Wi noth be fheidenheit fi geiftlichen kinden, und wi vol ge naden ez iftuaz wir unfe vrowe an rufen, daz merkent an eime kurzen bi fpele.

2. du] davor über der Zeile wie von C(?) ergänzt, virfuchest, dahinter mit durch Punktegetilgt und leicht radiert. 12. wor] r von 0 z. T. ausradiert. halde] h z. T. ausradiert.

* weite] e von C, der also wüte will. 21. hine] e scheint erst nachträglich vom Schreiber

""gefügt zu se { n 23 zunge ] g VO n 0. ze] fehlt. 24. din, G korr. i in e. 27. leibe]

el bildet den Zeilenschluß; das Fehlen der Silbe erklärt wohl der gleiche Anlaut des folgendenWortes. 28. befheinjheit vgl. Z. 22. werden] d von G aus r korr. 29. liet] e durch

t'unkt von C getilgt. 32. noth] h z. T. ausradiert. 33. unfe] f«e von C vrowe]

-' von C.