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Synodal-Predigt, gehalten in Elberfeld, über Hebr. 13,22
Entstehung
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gehören namentlich dahin alle Rottengeister, Sectirer, die sich, jetzt auchin unserm Thale erheben und nicht verächtlich, nicht wegwerfend genugvon unsrer evangelischen Kirche und von unsern reformirten, lutherischenund unirten Gemeinden reden können. Diese Leute schreien sich fastheiser: Hier ist Christus; — hier in der Kammer, hier in der WüsteSie schleichen hin und her in die Häuser und nehmen die gefangen, somit mancherlei Sünden belastet, immer lernen und nicht zur Erkennt-niß der Wahrheit kommen. Der Antinomismus, oder die Feindschaftwider das Gesetz in allerlei Gestalten mit dem Rühmen einer Gnade,die den Schmerz erläßt, da der neue Mensch zur Welt geboren wird,war von jeher und ist noch heute die verführerische Macht in solchersectirischen Lehre: es wird dem alten Menschen immer bequem und an-genehm sein, seine Seligkeit, den Besitz des Himmelreichs dadurch verbürgtzu sehen, daß man in diese oder jene gottesdienstliche Form sich hinein-zwängt. Aber bei allem Rühmen von der Freiheit geräth man da unterdas Gesetz; und bei allem Rühmen von dem Geist, den sie in besondermMaße zu haben behaupten, verfallen alle Sectirer, Alle, die sich eigenmäch-tig von der Kirche des lautern Wortes absondern, weil sie suchen, wasihnen gelüstet, dem Bann anheim, daß den oft gar geistlosen Satzungenund Machtsprüchen der Sectenhäupter gegenüber, ihr Geist sich nichtregen, ihr Mund nicht mucksen darf. Woher aber diese Erscheinungmöchte man fragen, daß gerade in unsern Gemeinden, wo doch das WortGottes reichlich wohnt, die Mahnung nicht überflüssig ist: Lasset euchnicht mit mancherlei und fremden Lehren umhertreiben? — Ja, dasWort wohnt reichlich unter uns; — es ist nicht leicht, daß man sichhier ganz der Einwirkung des Wortes Gottes verschließt: aber Vielelassen davon nur die Oberfläche ihres Herzens berühren und lassen sichnicht dahin bringen, daß sie das eigene Leben in den Tod geben. Dakommt es denn leicht dahin, daß man in allerlei Verhandlungen sich ein-läßt, um einen Vertrag zwischen Sünde und Gnade, zwischen Welt undReich Gottes zu machen. Die Folge hiervon ist, daß von allerlei Windder Lehre das Herz hin und her bewegt wird. Um vor solchen Wesenoder Unwesen bewahrt zu bleiben, giebt es nur Ein Mittel: das Herzfest machen und fest machen lassen durch Gnade. Das setzt aber voraus,schließt in sich ein, daß man gründlich allem Eigenen entsage, das eigeneLeben, das Leben in dieser Welt in den Tod geben, und eben nichtswissen wollen, als Jesum Christum, der uns geheiligt hat durch seineigenes Blut. Und wir Prediger können nichts Besseres thun, um dieuns anvertrauten Seelen zu bewahren als daß wir Alle und überall das