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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
369
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569anderer Völker feindlich, lieber das kraftlose, unbeliebteGeschlecht der Bourbons auf Frankreichs Throne sah, als denkräftigen Napoleon, zu dessen Sturze es schon Millionenüber Millionen verschwendet hatte. Die Bourbons hattenzudem in Frankreich noch eine Partei für sich, namentlich denalten Adel und die Geistlichkeit, welche durch die Revolutionund das Kaiserreich um ihre Vorrechte gekommen waren. MitNapoleons Verlusten in Rußland und Deutschland zeigtesich dieser Partei eine Möglichkeit, die Kaiserherrschaft zu stürzenund das Königthum wieder einzuführen. Diese Möglichkeitward zur Hoffnung, als die Verbündeten in Frankreicheindrangen; geschäftig regte sich jetzt diese Partei, sich Anhän-ger zu verschaffen und wir haben gesehen, daß schon beidem Einzuge der Verbündeten das Geschrei ertönte:es lebeder KönigSobald der Gedanke an Napoleons Thronentsetzungeinmal ausgesprochen war, griff er um sich und mußte auchbei den Verbündeten Eingang finden. Sie waren also jetzt,nach der Einnahme von Paris, in der eigenthümlichen Stellungniemand zu haben, mit dem sie unterhandeln konnten. DieUnterhandlungen mit Napoleon waren abgebrochen und lie-ßen sich so rasch nicht wieder anknüpfen, die Kaiserin und desKaisers Bruder hatten Paris verlassen, mit den Heerführernwaren nur militairische Unterhandlungen zu führen, mit demVolke in Masse konnte man nicht verhandeln, eine competenteBehörde war nicht da.Die königlich=gesinnte Partei wußte diese Lage der Dingeschlau zu benutzen. An ihrer Spitze stand Talleyrand, derberühmte Diplomat, ein feiner, geistreicher Mann, der esverstand, die Ereignisse zu beherrschen oder sich in sie zu fügen,wie man sagt, den Mantel nach dem Winde zu hängen.24