561Die Verbündeten näherten sich Paris von der Ostseite.Die Umgegend der Stadt erlaubt hier eine hartnäckige Verthei-digung mit selbst geringen Kräften. Nordöstlich von Parisliegt der Montmartre, eine Höhe, die die Ebene beherrschtöstlich von der Stadt liegt die Höhe von Belleville, ebenfalls dieEbene beherrschend. Diese und die noch in der nächsten Umgebungliegenden Dörfer geben der Vertheidigung einen festen Stütz-punct. Doch waren der Vertheidiger nicht allzu viele. Wasden Verbündeten entgegengestellt werden konnte, waren: dieTruppen der Marschälle Marmont und Mortier, die nachdem Treffen von Fère Champenoise linkshin ausgewichen warenund auf der Straße von Troyes Paris erreicht hatten, dieTruppen des Generals Compans, die in gerader Richtungauf Paris zurückgedrückt waren und einige tausend MannNationalgarde, im Ganzen wenig über 30,000 Mann. DieEitelkeit der Franzosen hatte sich den Fall für unmöglichgedacht, daß je fremde Truppen nach ihrem Paris kommenkonnten und so war auf Vertheidigung der Stadt nichtBedacht genommen worden. Das aufgeregte Volk verlangte nachWaffen, die nicht da waren, die Behörden wußten nicht, wassie thun sollten, die Kaiserin mit ihrem Sohne hatte die Stadtverlassen, des Kaisers Bruder Joseph, der in AbwesenheitNapoleon dessen Stelle vertreten sollte, schwankte in Unent-schlossenheit, und lauter und lauter erhob sich im Volke diePartei, welche Napoleons Entthronung und die Rückkehrder alten Königs=Familie verlangte. Der Mann, der mitkräftigen Entschlüssen allein noch helfen hätte können, Napoleon,war fern. Unter diesen Umständen der Verwirrung wußtennur die Marschälle, was sie zu thun hatten, sie bewährtenden alten kriegerischen Geist und führten ihre Truppen zurSchlacht.
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