Druckschrift 
1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
311
Einzelbild herunterladen
 

511Blücher war in Johnville, auf der Hauptstraße nachParis, die rechts von der über Langres und Troyes dahinläuft. Er hatte 10,000 Mann nach St. Dizier auf derselbenStraße vorgesandt, diesen Ort einzunehmen und wandte sichdann von Johnville links ab, nach Brienne an der Aubezwischen jenen beiden Hauptstraßen, um sich mit dem Haupt-heere in Verbindung zu setzen. Von Brienne aus sandte erein Corps weiter vor, um sich des Uebergangs über die Aubebei Lesmont zu bemächtigen.Napoleon wandte sich von Chalons nach Vitry underreichte somit die Straße, auf welcher Blücher herangezogenwar. Von da ließ er St. Dizier angreifen, das nur nochschwach besetzt war und nach mehrstündigem Gefechte genommenwurde. Hier erfuhr er, daß Blücher ihm rechts vorbeige-zogen und nach Brienne gegangen war. Sogleich wandte er sichauch rechts um und nach Brienne.Blücher's Absicht war es gewesen, nach Arcis an derAube und nach Troyes vorzugehen. Allein durch aufgefangeneBriefe erfuhr er, daß Napoleon ihn suche, jedenfalls, umihm eine Schlacht anzubieten. Seine Art war es nicht, einderartiges Anerbieten auszuschlagen. Er beschloß daher in einerStellung bei Trannes, zwischen Bar an der Aube und Brienne Napoleon zu erwarten. Zu diesem Zweck rief er diebereits vorausgesandten Truppen zurück, deren Ankunft er inBrienne erwarten mußte. Allein ehe diese noch angelangtwaren, erschien schon Napoleon, um ihn in Brienne anzu-greifen *). Blücher mußte Stand halten, obwol er vielschwächer als Napoleon war, damit seine vorausgesandtenCorps nicht abgeschnitten würden. Diese trafen denn auch*) Am 29. Januar.