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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
279
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270abgegangen war, versuchte St. Cyr einen Ausfall, wurdeaber zurückgetrieben, da eine Verstärkung von 10,000 Oester-reichern eintraf. Nach der Schlacht bei Leipzig ging von derböhmischen Armee der General Klenau mit hinreichenderMacht nach Dresden und schloß nun die Stadt von allenSeiten, auf beiden Ufern der Elbe ein. In Dresden herrschtebereits der bitterste Mangel und die Nachricht von NapoleonsRückzuge nach dem Rheine schnitt alle Hoffnung für die Fran-zosen auf Entsatz ab. St. Cyr machte einen Versuch, sichauf dem rechten Elbufer nach Torgau durchzuschlagen, alleindieses mißlang, trotz der Ueberlegenheit der Franzosen und siewurden nach Dresden zurückgeworfen. Jetzt blieb ihnen nichtsübrig, als zu capituliren, denn wie sollten sie sich in einerschlechtbefestigten Stadt gegen den starken Feind von außenund den noch stärkern von innen, den Hunger, halten. Am11. November kam die Capitulation zu Stande, zufolgewelcher die französische Besatzung frei abziehen, aber binnen6 Monaten nicht gegen die Verbündeten fechten sollte. DerAbzug fand statt, allein Fürst Schwarzenberg genehmigteden Vertrag nicht und verlangte, daß die ganze französischeArmee sich gefangen geben, oder nach Dresden zurückkehrenund in Besitz aller Vertheidigungsmittel gesetzt werden solle,die sie vor dem Vertrag inne gehabt hatte. Das letzterekonnten die Franzosen nicht annehmen, und so mußten sie sichals Gefangne ergeben. Ihre Zahl belief sich über 35,000 Mann,ungerechnet 6000 Kranke und Verwundete, die in den Laza-rethen lagen. Außerdem fielen den Verbündeten 245 Geschützein die Hände.