273das feindselige Verhältniß, welches zwischen den Einwohnernund den Besatzungen natürlich bestand, da erstere die letzterenals Bedrücker und Feinde ansahen und diese das recht gutwußten. Die Härte, die Raubsucht, die Unverschämtheit derthefranzösischen Commandanten (unter welchen jedoch auch ehren-volle Ausnahmen waren), haben sich in den Chroniken jenerStädte bleibende Denkmäler gesetzt. Man braucht eine einzige###Geschichte einer, von den Franzosen besetzten, belagerten Stadtzu lesen um die ganze Empörung zu fühlen, die den Deutschenüberkömmt, wenn er der Leiden denkt, die Frankreich seit##Jahrhunderten über Deutschland gebracht hat.1.Es ist hier nicht der Raum, die Schicksale der belagertenStädte in's Einzelne auszumalen. Die Geschichte der Belage-rungen selbst bietet wenig Interessantes — und so beschränkenwir uns darauf, die Einnahme dieser Plätze kurz zu berichten.Die Franzosen hatten in Deutschland noch besetzt:An der Elbe: Hamburg, Magdeburg, Wittenberg, Torgau,Dresden.Hinter der Elbe: Danzig, Modlin, Zamosk, Stettin, Cüstrin,Glogau.Zwischen der Elbe und dem Rhein: Wesel, Erfurt und dieCitadelle von Würzburg *)1§. 2.eAls Napoleon nach Leipzig aufbrach hatte er 35,000Mann unter St. Cyr in Dresden zurückgelassen. Diese wur-den anfangs von der Armee Benningsens in Schach gehal-ten. Als von dieser der größte Theil zur Schlacht von Leipzig*) Die Forts Castel und Kehl, als zu Mainz und Straßburggehörig, rechnen wir nicht mit hierher.
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