Druckschrift 
1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
271
Einzelbild herunterladen
 

271Sechszehntes Kapitel.Feldzug der Nordarmee.§. 1.Davoust hatte sich, nachdem er von seinem kurzen Zugenach Mecklenburg zurückgekehrt war, fortwährend in seinerStellung an der Stecknitz gehalten. Diese bildet, von Lübeckaus nach der Elb=Gegend, mit diesem Flusse einen spitzen Win-kel, also eine von Natur sehr feste Stellung, welche durch anden Uebergangspuncten angelegte Schanzen noch fester gemachtworden war. Nach dem Treffen im Gördewalde (s. Kap. 10.§. 3.) hielt sich Davoust ruhig. Die Armee Wallmo-dens, die ihm gegenüber stand, war zu schwach, um ernstlicheAngriffe gegen ihn zu unternehmen, und beschränkte sich alsomeistens darauf, ihn im Zaume zu halten und ihn zu verhin-dern, aus seiner Stellung hervorzubrechen, obwol zwischenbeiden Parteien fortwährend der kleine Krieg geführt wurdeund Plänkeleien vorfielen.Für die Verbindung mit Holland war für Davoust dieStadt Bremen der wichtigste Punct. Da nach jener Nieder-lage der Franzoſen im Gördewalde die leichten Truppen derVerbündeten fortwährend auf dem linken Ufer der Elbe her-umschwärmten *), so hatten diese schon lange einen Streifzug*) Also in eigentlich französischem Gebiete, denn wir erinnernuns wiederholt, daß die Nordseeländer Deutschlands als32. Militairdivision zu Frankreich geschlagen worden waren.