265indessen selbst schwer verwundet wurde. Allein die Franzosenhatten die Brücke zum Theil zerstört, so daß es nur wenigerReiterei gelang, über den Fluß zu kommen, und den Rückzugdes Feindes zu beunruhigen.Auch die Nachhut der Franzosen, 14,000 Mann stark, waran diesem Tage *) auf einem Umwege bei Hanau vorbeige-zogen, wobei dieselbe noch 3000 Mann an Gefangnen durchdie Kosacken verlor.Die Schlacht bei Hanau lieferte nicht den beabsichtigtenErfolg. Napoleon schlug sich siegreich durch und hatte dasihm entgegenstehende, freilich viel schwächere Heer auf die Seitegeworfen. Doch hatte er dabei einen Verlust von 15,000 Tod-ten, Verwundeten und Gefangnen erlitten, während die Baiernund Oesterreicher auch 10,000 Mann an Todten und Verwun-deten einbüßten.§. 6.Fürst Wrede hatte noch vor der Schlacht bei Hanau10,000 Mann seines Heers nach Frankfurt gesandt. Am30. October langten diese daselbst an, vertrieben die wenigenFranzosen und nahmen von der Stadt Besitz. Allein sie hat-ten Befehl, sich nicht in derselben zu halten, sondern auf daslinke Ufer des Maines überzugehen und das gegenüberliegendeSachsenhausen zu besetzen. Bald erschienen die Franzosen inFrankfurt, die sich bei Hanau durchgeschlagen hatten. Siemachten einige Angriffe auf die Baiern am linken Mainufer,konnten aber dasselbe nicht gewinnen. Auch war es nur ihreAbsicht, die dortigen Truppen zu beschäftigen, damit der Rück-zug nach Mainz ungestört bliebe. Nach und nach trafen alle*) Am 31
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