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227tet war und deshalb seine Angriffe im Centrum zum Theilgelähmt wurden. Wir haben es nur als einzelnes Gefechtangeführt, weil durch die Unmöglichkeit, die Pleiße zu über-schreiten, die Oesterreicher völlig von den bei Wachau käm-pfenden Truppen getrennt blieben. Betrachtet man die dreihier einzeln genannten Gefechte, als eine Schlacht, so schlugbei Wachau der rechte Flügel, bei Konnewitz das Centrum,bei Lindenau der linke Flügel der böhmischen Armee.e. Gefecht bei Lindenau.Die Straße, welche von Leipzig gegen Westen nach derSaale führt, geht zunächst über fünf Arme der Elster, zwischenzwei großen, von Wald begrenzten Wiesen durch und erreichtnach einer guten halben Stunde das Dorf Lindenau, an denletzten beiden Armen der Elster, welche hier den Namen Luppeführt. Von Lindenau aus theilt sich die Straße in mehrere,die nach Lützen und Merseburg an der Saale führen; Flüsseund Wälder hören da auf und der Boden gestattet die Ent-wicklung von Truppenmassen. Das Stück Weges also vonLeipzig bis Lindenau ist ein Defilée *), wovon Lindenau derSchlüssel ist. Diese Straße ist die Rückzugsstraße der Fran-zosen, es ist also von höchster Wichtigkeit, daß sie von denVerbündeten nicht besetzt wird, da sonst der Rückzug abge-schnitten ist. Das Dorf Lindenau also in gesichertem Besitzzu haben ist für Napoleon von höchster Wichtigkeit. Dieswußte er und hatte hier den General Bertrand mit*) Defilie heißt ein langer, schmaler Weg, bei welchem einHeer, wenn es ihn durchziehen muß, sich seitwärts nicht aus-breiten und aufstellen kann. Der Durchmarsch durch einDefilie ist immer eine gefährliche Sache.15*