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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
228
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22015,000 Mann aufgestellt, der Lindenau verschanzt und dieumliegenden Dörfer besetzt hatte.Gegen ihn war der Angriff der dritten Abtheilung desböhmischen Heeres gerichtet *). General Giulay an der Spitz-von etwa 20,000 Mann befehligte diesen Angriff. Nachdem er diefeindlichen Vortruppen zurückgeworfen, bildete er drei Angriffs-colonnen. Die erste eroberte das Dorf Leutzsch und warf dieFranzosen nach Lindenau zurück, vermochte aber vor der Hand nichtweiter vorzudringen. Die Franzosen hatten Lindenau in einemgroßen Halbkreise umstellt und ihr zahlreiches Geschütz war sehrgut postirt. Dennoch gelang es der zweiten österreichischenColonne, nach hartnäckigem Kampfe das Dorf Plagwitz undeine Stunde später das brennende Lindenau zu erobern. DieFranzoſen gingen über die Luppe zurück.Allein der Besitz dieses Punctes war für das Schicksalder ganzen französischen Armee entscheidend. Napoleonsandte an Bertrand den Befehl, um jeden Preis Lindenauwieder zu nehmen. Nachmittags 4 Uhr erfolgte der neueAngriff, die Oesterreicher konnten nicht widerstehen, und sahensich zum Rückzuge auf Kleinzschocher, eine halbe Stunde vonLindenau, genöthigt, welcher Rückzug von der leichten Reitereider Russen gedeckt wurde. Die Kanonade währte bis in dieNacht fort.d. Schlacht bei Möckern.Während die böhmische Armee auf drei verschiedenen Punc-ten sich gegen die Franzosen schlug, hatte die schlesische Armeeim Norden der Stadt einen mit jenen Gefechten gar nichtin Verbindung kommenden Kampf zu bestehen. Obwol es der*) Des linken Flügels der ganzen Armee.