210der Marsch, der sich bis zum 9. October nur langsam fort-bewegte.Dem böhmischen Heere gegenüber, um dessen Marsch aufzuhalten oder zu hindern, standen drei französische Armeecorpsüber welche der König von Neapel, Murat, den Oberbefehlführte. Sie dehnten sich von Berggieshübel über Oederan-und Mittweida bis Altenburg aus. Außer diesen Truppenzog das französische Heer, welches, wie früher erwähnt, beiWürzburg sich gebildet hatte, durch Thüringen nach Sachsenheran.Durch die Versuche dieser französischen Truppen, denMarsch des böhmischen Heeres zu hindern, entspannen sich eineMenge kleiner Kämpfe, welche indessen die Verbündeten wederschwächen noch aufhalten konnten, sondern höchstens ihr Vor-dringen langsamer und vorsichtiger machten.Am 6. Angriff Murat's auf die Oesterreicher bei Oederan. Diese werden bis Marbach zurückgedrängt. Der Feindunternimmt keinen fernern Angriff.Am 8. hartnäckiges Gefecht bei Penig gegen die Polenunter Poniatowsky. Diese werden nach tapferer Gegen-wehr zurückgeworfen. Die Verbündeten sind jetzt bis Altenburg mit dem linken Flügel und bis Chemnitz und Penig mitdem Centrum vorgerückt. Die Franzosen haben sich währenddessen aus dem Erzgebirge heraus und bei Leipzig zusammengezogen.Bedeutender als diese Gefechte waren die gegen dasReservecorps *), das von Würzburg her anrückte. SobaldSchwarzenberg dessen Anmarsch erfahren, hatte er denGeneral Thielemann und den Fürsten Lichtenstein, die*) Unter Angerreau.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten