209sich bis Halle ausdehnte, und so waren diese beiden Armeenvereinigt. Blücher und der Kronprinz hatten am 7. einepersönliche Zusammenkunft, um ihre ferneren Operationen zubereden. Hier wurde anfangs der Plan gefaßt, sogleich nachLeipzig zu gehen und dort Ney anzugreifen. Da indessen dieNachricht eintraf, Napoleon habe Dresden verlassen undrücke mit seiner ganzen Macht auf Leipzig, so unterblieb diesVorhaben bis auf Weiteres. Ehe wir die ferneren Bewegungendieser beiden Heere mittheilen, müssen wir uns nach dem böh-mischen umsehen.§. 4.Wie die Erzählung der bisherigen Ereignisse zeigt, hattedas böhmische Heer während des ganzen Feldzugs mit ängst-licher Vorsicht das Thal von Töplitz bewacht, zu Zeiten dar-aus hervorbrechend, und immer wieder dahin zurückkehrend.Als nun entschiedene Angriffsbewegungen für die Verbündetennöthig wurden, um den Krieg zur Entscheidung zu bringen,wurden diese bis dahin verschoben, daß das russische Hülfsheer,welches, wie schon mehr erwähnt, sich während der Zeit inPolen *) gebildet hatte, in Böhmen angelangt war. DiesemHeere, und einer Abtheilung Oesterreicher wurde nun das Thalvon Töplitz zur Bewachung anvertraut, und das böhmischeHeer wandte sich erst links ab, um dann über das Erzgebirgein Sachsen einzudringen. Der Marsch dieses Heeres fand aufzwei Straßen statt. Die erste führt über Annaberg, Schneebergund Zwickau, der andere über Marienberg, Zezschopau, Chemnitzund Penig. Altenburg war etwa der Punct, wo diesebeiden Straßen zusammen liefen. Ende Septembers begann*) Unter Benningſen.14
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten