191Napoleon rückte ihnen nach. Während er die Nachhutder Verbündeten, die hinter Kulm feste Stellung genommenhatten, überall zurück drängte, wandte er sich nach Ebersdorfauf den Geiersberg. Dort erblickte er unter sich das TöplitzerThal, das Schlachtfeld von Kulm und die Armee der Verbündeten, bereit, seinem Angriffe zu stehen. Düster beschauteNapoleon das verhängnißvolle Thal. Von dieser Seite auswar kein Angriff mit Erfolg zu machen, denn die engenGebirgswege waren im Angesichte des Feindes nicht zu passi-ren. Einige Versuche, in die Ebenen vorzudringen, warenbereits blutig zurückgewiesen worden.Napoleons Truppen, von den angestrengten Märschenermüdet, litten jetzt in dem unwirthbaren Erzgebirge an Allemden fühlbarsten Mangel. Unter diesen Umständen und bei derdrohenden Stellung der Verbündeten war an keine weitereUnternehmung zu denken. Napoleon ging nach Dresdenzurück *) und befahl auch seinen Truppen den Rückmarsch **)§. 4.In Polen hatte sich eine neue russische Armee gebildet***)welche bestimmt war, das böhmische Heer zu verstärken. Die*) Am 12. Sept.Auf allen den Hin= und Herzügen Napoleons begleitetenihn seine Garden und einige Armeecorps. Mit diesen ginger vor und zurück. Natürlich blieben fortwährend da andereTruppen stehen, wo er eben gewesen war — so gegenBlücher die Armee Macdonalds, so gegen das böhmischeHeer die Truppen unter St. Cyr und Victor. Dies mußman im Auge behalten.1Unter dem Befehl des Generals Benningsen.
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