131Der Sieg bei Dennewitz war ein vollständiger und ent-scheidender. Die Franzosen verloren 15,000 Gefangne,80 Geschütze, 400 Munitionswagen, 4 Fahnen und allesGepäck. Außerdem ließen sie 5000 Todte auf dem Schlacht-felde.Allein die Preußen hatten diesen Sieg theuer erkauftdenn die Zahl ihrer Todten und Verwundeten belief sich über9000.Die Schlacht bei Dennewitz hat auffallende Aehnlichkeitmit der von Großbeeren. Es waren dieselben Feldherren, die-selben Corps, die sich gegenüberstanden *), es waren wiederumdie Preußen, die die Schlacht schlugen, während die Russenund Schweden nur an den Früchten, nicht am Siege selbstTheil nahmen. Und dieser Sieg war um so ruhmvoller, daer gegen eine bedeutende Uebermacht erfochten wurde, denndie Franzosen zählten 70,000 Mann, die Preußen nur 40,000.Napoleon schob die Schuld der Niederlage wiederumauf Ney's Fehler. Allein sie lag an ihm selbst. Er hatteseinem Marschall versprochen, die Kosacken, und die Landwehrund alle das Gesindel, würden auseinanderlaufen, wenn sichNey mit seinen Truppen sehen ließe. Daß die Landwehr dasVersprechen Napoleons nicht erfüllte, sondern stehen bliebund tüchtig zuschlug, das war nicht der Fehler Ney's.In dieser Schlacht hatten viele Rheinbundstruppen,namentlich Sachsen gefochten. Schon jetzt gingen diese in gan-zen Haufen zu den Verbündeten über und bewiesen dadurchimmer mehr, wie gehaßt die französische Sache vom Volkewar.*) Bertrand gegen Tauenzien, Reynier gegen Bülow.
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