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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
180
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130Schwieriger war der Stand Bülow's auf der andern Seitedes Kampfes. Die Reihen der ihm entgegenstehenden Feindeverstärken sich fortwährend, denn das dritte Corps der Fran-zosen, Oudinot, kommt auch in das Feuer. Der Feind istihm an Artillerie furchtbar überlegen, eben so an Zahl derStreiter. Er selbst hat nur 13,000 Mann, der Feind an40,000. Das Dorf Göhlsdorf, das hier in der Mitte desSchlachtfeldes lag, war schon mehrmals genommen und wiederverloren worden, schon hatte Bülow seine letzten Reserven in'eFeuer gezogen da im rechten Augenblicke kommt Hülfe.General Borstell eilt mit geflügelter Eile herbei, seinenWaffengefährten zu unterstützen. Das Dorf Göhlsdorf wurdeerstürmt. Noch einmal zog der Feind seine Macht zusammenund nahm das Dorf wieder allein er wird zum letzten Malherausgeworfen. Ein letzter Reiterangriff der Franzosen wirdabgeschlagen und auch hier ist die Schlacht gewonnen, Nerbefiehlt den Rückzug. Da erscheinen endlich auch die Schwedenund die Russen auf dem Schlachtfelde, zu spät, um den Siegerringen zu helfen, aber zur rechten Zeit noch, um an derVerfolgung des Feindes Theil zu nehmen. Ney hatte sichanfangs ziemlich geordnet zurückgezogen aber je heftiger dieVerfolgung der verbündeten Reiter ist, desto mehr weicht dieOrdnung aus seinen Reihen sein Rückzug wird Flucht.Erst die Nacht macht ihr ein vorläufiges Ende. Doch derfolgende Tag heftet die unerbittlichen Verfolger wieder an dieFersen der Geschlagenen, die den Rückzug nach Wittenberg ver-sperrt sehend, sich in verschiedenen Richtungen nach Torgauwerfen. Noch viele Beute machten die Verbündeten auf derVerfolgung an Gefangnen, Geschütz und Gepäck und nochunter den Kanonen von Torgau fielen Gefangne in ihreHände.