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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
174
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174Centrum. Dagegen hielten die Russen auf dem linken Flügelnicht nur Stand, sondern wiesen den Angriff des Feindes der-gestalt zurück, daß sie ihm nachdrangen und ihn ebenfallsauf sein Centrum zurückwarfen. So war die Stellung Van-dammes auf beiden Seiten überflügelt. Da erschienen plötzlich neue Streiter auf dem Kampfplatze, welche die schon halb-verlorne Schlacht zur gänzlichen Niederlage machten. Es warendie Preußen unter Kleist. Kleist war am Abend zuvorauf seinem Rückzuge bis Fürstenwalde gekommen, ein Ort, dernordwestlich vom Schlachtfelde liegt. Daselbst erhielt er denBefehl, am folgenden Morgen bei Kulm einzutreffen und ander Schlacht Theil zu nehmen. Der ihm vorgeschriebene Wegläuft über den Geiersberg und würde ihn unmittelbar aufdas Schlachtfeld zwischen den linken Flügel der Verbündetenund den rechten der Franzosen geführt haben. Allein dieserWeg war so von Bagagewagen verfahren und verstopft, daßKleist nicht hoffen durfte, zur rechten Zeit einzutreffen. Erfaßte daher den kühnen Entschluß, statt gerade aus, links abmitten durch das Gebirge nach Nollendorf zu marschiren undso dem Feinde gerade in den Rücken zu kommen. DiesenEntschluß vollführte er auch. Die Nachhut des Feindes beiNollendorf warf er zurück, passirte glücklich den steilen Gebirgs-weg, der von da in das Thal nach Kulm führt und erschiengerade im Rücken des Feindes, als dessen beide Flügel schonhalben geschlagen waren.Vandamme hatte anfangs geglaubt, es seien Franzosendie von Nollendorf her zu seiner Unterstützung kämen. Alser aber die Preußen erkannte, als er sich so rings eingeschlossensah, als bei den ersten preußischen Kanonenschüssen, die Russenund Oesterreicher vor ihm zum allgemeinen Angriffe schritten,blieb ihm nichts als der Rückzug und zwar mitten durch