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175Erstere. Allein diese Erwartung betrog ihn. Napoleonhatte bald nach der Schlacht bei Dresden die Nachrichten vonden Niederlagen seiner Armeen an der Katzbach und bei Groß-beeren erhalten. Dies bewog ihn, einen großen Theil seinerzum Verfolgen der Verbündeten abgeschickten Truppen zurück-zurufen, um sie theils zu einer neuen Unternehmung gegenBerlin, sein Lieblingsplan, theils zur Unterstützung Macdo-nalds gegen Blücher zu benutzen. Ueberdies glaubte er, dieböhmische Armee sei der Art geschlagen und aufgelöst, daß siemindestens drei Wochen bedürfen werde, sich zu erholen, daßer also in dieser ganzen Zeit von ihr nichts zu besorgen habe.Deshalb rief er die Truppen, die bei Pirna standen, und aufdie Vandamme mit Sicherheit hoffte, zurück.Andern Theils hatten die Verbündeten Gelegenheit, sichwährend der Nacht auf den 30. bedeutend zu verstärken. Fort-während trafen Truppen aus dem Gebirge ein, und alle wur-den so viel als möglich in die Stellung bei Kulm beordertDer russische General Barclay de Tolly bekam den Ober-befehl.So sollte also die Sonne des 30. August einem neuenKampfe leuchten. Die Stellung der beiderseitigen Heere warziemlich dieselbe, wie Tages vorher. Nur hatten die Verbün-deten ihren rechten Flügel weiter ausgedehnt und die Höhenbei demselben besetzt, so daß der linke Flügel der Feinde vonda aus sehr gefährdet war. Hier standen namentlich Oester-reicher, im Centrum und auf dem linken Flügel Russen.Das Gefecht begann am frühen Morgen. Auf demrechten Flügel griffen die Verbündeten an, auf dem linkenwurden sie angegriffen. Allein sie blieben auf beiden PunctenSieger. Die Oesterreicher auf dem rechten Flügel warfen dieFranzosen zurück und drängten sie gegen Kulm, also auf ihr