161findenden Ereignisse in Schlesien und Sachsen trugen sich hierweiter keine erheblichen Vorfälle zu.Im Kriegsrathe der Verbündeten war beschlossen worden,nach Sachsen vorzudringen. Allein von Hause aus war fürdieses Vordringen kein entschieden bestimmtes Ziel gewähltworden, weil man über die Stellungen des Feindes gar keineNachrichten hatte, wodurch später großer Nachtheil erwuchs.Von Böhmen nach Sachsen führen außer mehreren fürgroße Truppenmassen beschwerlichen Gebirgswegen, zwei Haupt-straßen, eine über Peterswalde und Pirna nach Dresden undeine über Commotau und Sebastiansberg nach Leipzig. Diesebeiden, und einige zwischen ihnen liegende kleine Straßenwaren als Marschrichtung genommen und der 20. Augustzum Aufbruch bestimmt.§. 2.In vier Colonnen zogen die Verbündeten über das Erz-gebirge.Die erste Colonne, der rechte Flügel des ganzen Heeres,Russen unter Wittgenstein, gingen über Nollendorf aufPirna zu, um zuerst die Elbe zu erreichen. Sie stieß sehr baldauf den Feind. Die Franzosen hatten, um den Uebergangüber das Erzgebirge zu decken, hier zwei Divisionen stehen,die sich rückwärts bei Pirna an die Elbe lehnten und nachBöhmen zu bis Verggieshübel vorgeschoben waren. Die Russengriffen den Feind an und warfen ihn überall aus seinenStellungen zurück. Doch nur Schritt für Schritt wichdieser, unter dem hartnäckigsten Kampfe und erst am spätenAbende hatten die Russen Pirna erreicht, genommen, und dieFranzosen zum Rückzuge auf Dresden gezwungen. Die zweiteColonne, Preußen unter Kleist, gingen von Brix nach Seyda.
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