160als Oberanführer, die preußischen Truppen speciell standenunter dem Befehl des General Kleist.Da diese Armee die stärkste der Verbündeten war undauch den Namen Hauptarmee führte, so mußte von ihr dasentscheidendste Handeln erwartet werden. Allein die Zusammen-setzung derselben aus verschiedenen Nationen, die natürlicheEifersucht der Befehlshaber untereinander und die vorherrschendeösterreichische Vorsicht und Bedächtigkeit waren Schuld, daß diesesgroße Heer anfangs verhältnißmäßig weit weniger leistete alsdie andern Armeen.Wollte diese Armee angriffsweise zu Werke gehen,wie von ihrer Stärke zu erwarten war, so mußte ihrnächster Angriff natürlich auf Sachsen gerichtet sein, denn dortwar die nächste und hauptsächlichste Stellung des Feindes.Der Vortheil war dabei auf ihrer Seite. Böhmen ist vonSachsen durch das Erzgebirge getrennt, welches für die Haupt-armee einen natürlichen Wall abgab, hinter welchen sie sich injedem ungünstigen Falle zurückziehen konnte. Dabei dehnt sichBöhmen so weit westwärts von der Elbe aus, daß es immerleicht war, dem Feinde, der sich fortwährend auf die Elbestützte, in den Rücken zu kommen.Mit gehöriger Benutzung dieser Lage, nahm das böhmischeHeer seine Stellung hinter dem Erzgebirge, so daß Töplitzetwa der Hauptpunct dieser Stellung war. Gleichzeitig wurdenTruppen auf das rechte Ufer der Elbe gesandt, um etwaigeVersuche des Feindes, von der Lausitz her in Böhmen einzu-brechen, zu beobachten. Diese Versuche fanden auch statt unddie Franzosen drangen auf dieser Seite etwas in Böhmen ein.Allein die ersten Unternehmungen derselben wurden durch dasUebergehen zweier westphälischen Husarenregimenter zu denVerbündeten gehemmt, und in Folge der gleich darauf statt
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