135Tapferkeit geschlagen hatten, denn sie ließen über zweitausendMann auf der Wahlstatt zurück.Die Franzosen zogen sich in das Dunkel des Waldeszurück, der hinter Großbeeren liegt. Noch spät am Abendkamen zwei Divisionen des dritten französischen Corps (deslinken Flügels) auf den Kampfplatz — allein zu spät, derSieg war schon entschieden. Ihre Infanterie kam nicht aus demWalde, ihre Reiterei, die sich aufzustellen versuchte, wurdeangegriffen und geworfen.Die Schweden und Russen auf dem rechten Flügel hattenan dem ganzen Gefechte keinen Theil genommen, außer einerschwedischen Batterie, die noch zuletzt einige Schüsse that.Dennoch stand dieser rechte Flügel kaum dreitausend Schrittevom Schlachtfelde entfernt und seine thätige Theilnahme an derSchlacht, hätte das französische Heer vernichten können. Alleinder Kronprinz fand es nicht für gut, die Preußen zu unter-stützen. Sonach gebührt diesen allein die Ehre des Tages. DieTruppen wetteiferten in der Tapferkeit mit der Entschlossenheitund der trefflichen Umsicht des Generals Bülow, der alleindie Schlacht annahm und gewann.Die Preußen verloren in der Schlacht hundertneunund-fünfzig Todte, sechshundertzweiundsechszig Verwundete, zwei-hundertachtundzwanzig Vermißte und sechs demontirte KanonenSie eroberten dagegen vierzehn Geschütze, zweiundfünfzig Muni-tionswagen, und machten fünfzehnhundert Gefangene. DerVerlust der Franzosen an Getödteten ist nicht officiell bekanngeworden.§. 3.Die Folgen der Schlacht bei Großbeeren waren zunächst: dasgänzliche Mißlingen des Angriffsplanes auf Berlin. Obwo
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