151Preußen geworfen, und auch in seiner linken Flanke stehe ihmdas dritte Corps nahe genug. Er ließ daher seine Truppenin dem Dorfe und links von demselben ein Lager beziehen.Allein General Bülow, der Befehlshaber der preußischenTruppen, war nicht der Meinung, daß für diesen Tag Allesvorüber sei. Er beschloß die Franzosen noch am späten Abendanzugreifen. Trotzdem, daß die Truppen von den Märschendes Tages ermüdet *), von dem heftigen Regen durchnäßtund erschöpft waren, griffen sie freudig zu den Waffen, als eshieß: zum Kampfe! Bülow eröffnete das Gefecht mit einemheftigen Artilleriefeuer. Seine Batterien gingen immer vor.wärts, während das Fußvolk auf zweihundert Schritte hinterihnen folgte. Gleichzeitig hatte Bülow eine Abtheilung **)links abgeschickt, um Großbeeren von der andern Seite anzu-greifen. Sobald diese Abtheilung so weit gekommen war, daßihr Feuer die Flanke des Feindes bestrich, gab Bülow dasZeichen zum Angriff des Fußvolks. Es war sechs Uhr Abends.Der Regen machte das Kleingewehrfeuer unmöglich — nur dasHandgemenge konnte entscheiden. Die Landwehr, die mit demBajonett nicht umgehen konnte, schlug mit dem Kolben dreinwie ihre Brüder an der Katzbach, und auch hier erwies sichdiese Art des Kampfes als trefflich. In Zeit von zwei Stundenwar der Feind geschlagen, das Dorf Großbeeren wieder gewon-nen und der vollständigste Sieg erfochten.Leider bestand der größte Theil des französischen Corpsaus Deutschen und zwar aus Sachsen, die sich mit glänzender*) Bülow war, als er den Kanonendonner auf dem linkenFlügel bei Blankenfelde hörte, dorthin geeilt, um Unter-stützung zu bringen. Allein ein Befehl des Kronprinzen hatteihn in seine alte Stellung zurückgerufen.Unter General Borstell.
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