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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
123
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123Frieden wollten, weil sie wußten, daß die Bedingungen, welcheihnen die Ehre zu fordern vorschrieb, nicht bewilligt werden konn-ten, wenn sie aber dennoch den Waffenstillstand annahmen, umihre Rüstungen zu vervollständigen, so ist ihnen deshalb keinVorwurf zu machen. Sie haben ohne Blut ihren Feindübervortheilt das war nur klug.Wie weit die Schuld des verfehlten Friedenswerkes anNapoleon lag, steht auf einer andern Seite geschrieben.Napoleon täuschte sich selbst, er konnte keinen Friedenschließen. Die Franzosen betrachteten alle Frankreich einver-leibten Eroberungen als unwiderruflich zum französischen Reichegehörig Napoleon hatte erklärt, er werde kein Dorf vondiesem Reiche abtreten. Ein Frieden war aber nicht möglich,ohne solche Abtretungen, ohne Aufgeben eines Theiles desEroberten. Hätte Napoleon dies gethan, so hätte ersich im Kriege für überwunden erklärt und dies erlaubte schonder Stolz der französischen Nation nicht. Napoleon suchteanderweitige Auswege, um die Forderungen der Verbündetenzufrieden zu stellen, und das war die Art und Weise derfrühern Friedensschlüsse gewesen, wo man in Deutschland diegroßen geistlichen Besitzthümer und die kleinern, freien Herr-schaften zu Entschädigungen an die Souveraine vertheilte.Leider war aber das Alles schon vertheilt, und es war höchstensjetzt noch das Restchen von Polen da, das GroßherzogthumWarschau, was zu solchem Zwecke dienen konnte. Man siehtalso, es war kein Friede möglich, wenigstens keiner, der sichnur in irgend einer Art auf das Recht gestützt hätte. Vondem Rechte aber war überhaupt schon lange nicht mehr dieRede und das eben war es, was Napoleon stürzte.Er verkannte den Geist, der in den Völkern lebte; weil erihn nicht kannte, hoffte er auf Erfolg der Friedensunterhand-