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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
115
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115früher erwähnt, hatte Schweden sich dem Bündniß gegenFrankreich angeschlossen und in Folge desselben war der Kronprinzvon Schweden *) mit einer Armee nach Schwedisch=Pommerngekommen, ohne jedoch bis jetzt thätigen Antheil am Kriegezu nehmen, da zwischen Schweden und Frankreich derselbe nochnicht erklärt war. In dem geheimen Vertrage zwischen Ruß-land und Schweden war jedoch letzterem der Besitz Norwegensversprochen, das Dänemark gehörte. Dieser Staat hatte schonfrüher unter den allgemeinen Kriegsereignissen viel gelitten,konnte jedoch seiner Lage nach, jetzt nicht neutral bleiben. Erwar geneigt, sich den Verbündeten anzuschließen allein inden Verhandlungen zu London wurde die schnöde Forderungan ihn gestellt, Norwegen an Schweden abzutreten. Da Däne-mark dies nicht konnte und wollte, mußte es sich Napoleonin die Arme werfen, und dies entschied Hamburgs SchicksalSchon waren dänische Truppen in diese Stadt eingerückt, undhatten den Franzosen erklärt, sie würden die Besetzung Ham-burgs nicht dulden, schon hoffte die Stadt von dieser mäch-tigen Hülfe Alles da zerschlugen sich die Verhandlungenin London, und Dänemark, zum französischen Bündniß genö-thigt, zog seine Truppen aus Hamburg zurück. Noch einmalhofften die Bürger dieser Stadt, als auf ihre Bitte der schwe-dische Heerführer Hülfstruppen sandte. Allein auch diese muß-ten auf einen Befehl ihres Kronprinzen wieder abziehenund so war die unglückliche Stadt sich selbst überlassen. DieBernadotte, ein ehemaliger französischer Marschall, dervom schwedischen Volke zum Nachfolger des alten, kinderlosenKönigs gewählt worden war, nachdem man den eigentlichenKönig, Gustav IV., entthront und aller Ansprüche auf dieKrone verlustig erklärt hatte.