114lands begonnen werden konnten. Eine eben so große Wichtig-keit wie für die Verbündeten hatte Hamburg auch für dieFranzosen und es ist leicht zu denken, daß diese sich alle Mühegaben, die Stadt wieder zu gewinnen. Zu diesem Zweckesammelte der französische Marschall Davoust eine Armee vorachtzehntausend Mann an der Weser und schon am 27. Aprilrückte er wieder vor und besetzte Harburg *). Mit den Ver-theidigungs=Anstalten in Hamburg sah es aber schlecht ausZwar hatte die Stadt Truppen ausgerüstet, eine Bürgergardeeingerichtet und Befestigungen angelegt — aber eines Theilswurden alle diese Anstalten nicht mit gehöriger Uebereinstim-mung und Energie betrieben, andern Theils war Hamburgselbst nicht volkreich genug, um sich ganz aus eigner Kraftvertheidigen zu können. Also bedurfte es der Hülfe der Ver-bündeten. Die einzige Hülfe, die diese leisteten und leistenkonnten, bestand in etwa fünfzehnhundert Mann Russen undsechshundert Mecklenburgern. Doch selbst mit dieser schwachenHülfe verzweifelten die wackern Hamburger nicht und verthei-digten sich fortwährend. In der Mitte des Mai gewannendie Franzosen die wichtige Elbinsel Wilhelmsburg. Vergeb-lich waren die Versuche, sie ihnen wieder zu entreißen, siebehaupteten sich und drangen immer weiter vor, so daßsie bald dahin gelangten, die Stadt mit Haubitzen beschießenzu können.Indessen wäre Hamburg noch immer zu retten gewesen,hätte nicht die Politik sein Verderben herbeigeführt. Wie schonHarburg liegt am linken Ufer der Elbe, die hier sehr breitist und mehrere Inseln hat, welche sowol den Uebergangüber den Fluß erleichtern, als auch geeignet sind, denselbenzu vertheidigen.
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