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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
112
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112Truppen, meistens Reiterei, lagen auf den umliegenden DörfernDie Russen griffen sie sogleich an, warfen sie konnten aberdas Unternehmen zu keinem Ende führen, denn plötzlich erschienenfranzösische Generale mit der Nachricht von dem inzwischengeschlossenen Waffenstillstande. So mußten sie die reiche, schonhalb gewonnene Beute wieder fahren lassen und nach ihrenStandpuncte hinter der Elbe zurückkehren. Die BewohnerLeipzigs hatten bei diesem Ueberfalle, als auch früher schonund noch später ihre Theilnahme für die Verbündeten selebhaft an den Tag gelegt, daß sie deshalb eine schwere Nach-von den Franzosen erleiden mußten. Die Stadt wurde inBelagerungsstand erklärt und erduldete die härtesten Plagereienund Bedrückungen.Das Lützowsche Corps hatte sich bereits bei Lüneburgausgezeichnet. Nach jenen Ereignissen befand sich ein Theildesselben an der Niederelbe bei den Russen unter DörenbergDer andere Theil, meist Reiter, war nach Thüringen eingedrungenund hatte dem Feinde einige Neckereien, Verluste und Verle-genheiten durch Auffangen von Courieren und Wegnahme vonTransporten bereitet, wobei sie an den Landbewohnern dieeifrigsten Helfer und Hehler fanden. Von da wandten sie sichnach dem Voigtlande und streiften nach Franken hinein. Am8. Juni, als sie eben die Stadt Hof angreifen wollten, aus derenVorſtädten ſie die Baiern ſchon verjagt hatten, erhielten ſiedie Nachricht von dem Waffenstillstande. Zufolge der Bestimm-ungen desselben wollte sich Major Lützow über die Elbezurückziehen, und marschirten friedlich von Plauen über Geranach Zeitz, fest darauf bauend, daß der Waffenstillstand derFranzosen eben sowol als ihm verböte, Feindseligkeiten auszuübenAllein dies Vertrauen täuschte ihn. Denn seine Schaar wurdebei dem Dorfe Kitzen von überlegener feindlicher Macht über