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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
90
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90Den Sieg schrieben sich beide Parteien zu, denn beideAllein die Verbündetenhatten das Schlachtfeld behauptet.hatten ihren Zweck, die französische Marschlinie zu durchbrechennicht erreicht, hatten ihren Angriff nicht durchsetzen können,wogegen die Franzosen den auf sie gerichteten Angriff abge-halten hatten. Wenn man nun auch nicht sagen kann, daßdie Verbündeten geschlagen worden sind, so hatten sie doch dieSchlacht nicht gewonnen, und wenn die Franzoſen auch keinenvollständigen Sieg erfochten hatten, so hatten sie doch derVerbündeten Absicht vereitelt. Der Vortheil lag also aufSeiten der Franzosen. Jedenfalls aber hätte die Schlacht einegünstigere Wendung genommen, wenn von Seiten des Ober-feldherrn der Verbündeten der Angriff rascher und nachdrück-licher geleitet worden wäre, und man dem Feinde nicht Zeitgelassen hätte, alle seine Truppen in's Feuer zu bringen,wodurch seine Ueberlegenheit zu groß wurde. Denn Napo-leans Heer zählte hundertvierzigtausend Mann, das verbündeteHeer weniger denn siebenzigtausend.§. 5.Die Verbündeten entschlossen sich zum Rückzuge hinterdie Elbe. Mancherlei Rücksichten bestimmten sie dazu. Siewaren von ihren Staaten zu weit entfernt, um in einemfeindlichen Lande sich gegen Napoleons Uebermacht haltenzu können. Am Tage der Schlacht hatten die FranzosenLeipzig genommen, obwol erst nach hartnäckiger Vertheidigungder Preußen *). Dadurch war ihre Stellung überflügelt undkonnte sehr gefährdet werden. Zudem war Mangel an Kriegs-bedürfnissen, namentlich an Munition zu spüren, welchem nur*) Unter General Kleist.