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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
89
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39so daß es der Tapferkeit der Verbündeten unmöglich war, denAngriff durchzusetzen. Aber an Weichen dachten sie nicht.Jeder Fuß breit des Bodens wurde vertheidigt, jede Heckewurde eine Festung, jeder Graben bot dem Feinde die größtenSchwierigkeiten und nur von den Massen zurückgedrängtnicht weichend ihren Waffen und ihrer Tapferkeit, gingen dieVerbündeten zurück. So verloren sie das gewonnene Terrainwieder, bis auf das Dorf Großgörschen, in dem sie sich behaup-teten, als die Nacht dem Kampfe ein Ende machte. Zwargeschah während der Nacht sowol von Seiten der Franzosenals der Verbündeten noch ein Angriff, doch waren beide zunichts führend.Die Schlacht bei Lützen oder Großgörschen ist merkwürdig wegen der beispiellosen Hartnäckigkeit, mit welcher vonbeiden Seiten gekämpft wurde. Die Preußen, schon lange nacheinem entscheidenden Kampfe dürstend, griffen mit Muth undErbitterung an und die Führer hatten die größte Mühe, siezu rückgängigen Bewegungen zu bringen, wenn solche nöthigwaren. Die Franzosen, meistens Rekruten, die zum erstenMale im Feuer waren, begeisterte der Gedanke, sich vor denAugen ihres Kaisers auszuzeichnen. Für die Tapferkeit derKrieger spricht der bedeutende Verlust auf beiden Seiten. DiePreußen hatten achttausend Mann, die Russen zweitausendverloren, allein fast gar keine GefangeneDie Franzosen hatten an Todten und Verwundeten fünf-zehntausend Mann, achthundert Gefangene und fünf Kanonenverloren.Der Kaiser von Rußland und der König von Preußenwaren bei dem Treffen gegenwärtig und verließen erst um zehnUhr Abends das Schlachtfeld