80Streifpartieen nach Thüringen hinein, die von dem bestenErfolge begleitet waren. Bei Langensalza zersprengten hundertzwanzig preußische Reiter ein baiersches Regiment und erobertenfünf Kanonen *). Bei Wanfried erlitt ein westphälischesHusaren=Regiment dasselbe Schicksal **). Auch in Weimarerfuhren die Franzosen eine Niederlage. Doch hatten dieseStreifereien keinen weitern Erfolg und die Franzosen zogenfortwährend Verstärkungen aus Frankreich an sich, so daßihre Stellung in Thüringen immer fester wurde. Nach demTreffen bei Möckern war das andere Hauptheer der Verbün-deten zwischen Wittenberg und Magdeburg über die Elbegegangen, so daß es im Besitze des rechten Ufers der Saalewar, während die Franzosen auf dem linken Ufer dieses Flussesstanden, ihren rechten Flügel an den Harz, ihren linken anden Ausfluß der Saale in die Elbe lehnend. So standen sichbeide Heere gegenüber, ohne daß Ereignisse von Bedeutun-vorfielenWichtiger war der Fall einiger Festungen im Rücken derVerbündeten, welche noch in französischen Händen waren.Czenstochau ergab sich am 6. April. Am 16. April wurd-Thorn nach einer hartnäckigen Vertheidigung übergeben. Am26. April verließen die Franzosen Spandau. Die Verbündetenfanden in diesen Festungen über dreihundert Stück Geschütz undan vierundzwanzigtausend Gewehre. Ueberdies hatten sie denVortheil, daß die Truppen, die hier zur Belagerung verwand-worden waren, nunmehr zu dem wirklich activen Heere stoßenkonnten.Am 12. April.**) Am 23. April.
kupol.