79der sich bis nach Bremen verbreitete. Um diesen zu dämpfenrückten neugebildete französische Truppen aus Holland herbei *)und von der andern Seite kamen die aus Hamburg abgezo-genen Franzosen. Letztere hatten ein hartnäckiges Gefecht mitdem aufgestandenen Volke zu bestehen **), in welchem sieleider Sieger blieben. Die Franzosen wandten jetzt die blu-tigste Strenge und Grausamkeit an, den Geist des Aufruhrs,wie sie es nannten, zu unterdrücken. Viele wurden eingeker-kert, viele nach kurzem Standrecht erschossen und Vandamme,dem das Volk den Namen: „der Bluthund," gab, erließ eineempörende Proclamation, welche die schmählichste Beleidigungdes deutschen Nationalsinnes enthielt. Da die Verbündetennoch zu schwach waren, bis hierher kräftige Unterstützungen zusenden, so gelang es den Franzosen, noch einmal sich in derzweiunddreißigsten Militair=Division festzusetzen, und nachdemdie verbündeten Truppen über die Elbe zurückgegangen warenbedrohten sie Hamburg auf's Neue. Diese Stadt setzte sich zwarin Vertheidigungsstand, doch waren nach der ersten Volksbe-geisterung hier Mißverständnisse und Ungeschicklichkeiten derFührer sichtbar geworden, wodurch die sich regenden Kräftebei weitem nicht so benutzt wurden, als es ohne dies hättegeschehen können.§. 6.Während dieser Vorfälle im Norden Deutschlands machtendie verbündeten Hauptheere nur geringe Fortschritte, da sienoch nicht stark genug waren, entscheidend vorzurücken und diefeste Stellung des Vicekönigs von Italien am Harz und ander Elbe zu brechen. Blücher, im Besitze Sachsens, sandte*) Unter Vandamme.**) Am 25. März
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