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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
77
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77glaubte anfangs nur eine Streifpartie vor sich zu haben, alleinseine Reiterei wurde von der russischen geworfen, und seinFußvolk auf der andern Seite von den Preußen mit wilderWuth in die Stadt gedrängt. Noch zwei Stunden währteder Kampf an den Thoren und auf den Wällen, endlichdrangen die Verbündeten, unter dem Jubel der Bürger, überallherein und die Franzosen wurden aus Lüneburg herausgeworfen.Eine Viertelstunde von der Stadt machten sie Halt und dasie erfahren hatten, daß die Verbündeten an Zahl weit schwächerseien, als sie selbst, gingen sie wieder zum Angriff über.Allein vergeblich. Zwar kamen sie bis an die Stadt, wurdenaber von den preußischen und russischen Kanonen und denKugeln der Scharfschützen so wirksam empfangen, daß ihnennicht gelang, wieder in die Stadt zu kommen. Ihr Generalselbst fiel tödtlich verwundet, und da zu gleicher Zeit mehrereKosacken=Regimenter ihnen in den Rücken kamen und denRückzug abschnitten, so mußte das ganze Corps sich ergeben.Dreitausend Gefangene, dreizehn Kanonen und drei Fahnenwaren die Trophäen dieses Sieges. Von den Franzosenwaren vierhundert, von den Verbündeten zweihundert gebliebenBesonders ausgezeichnet in den französischen Reihen hatten sichdie Sachsen, und es ist traurig zu berichten, daß deutscheTapferkeit sich feindlich gegenüber stand, da sie doch hättevereint stehen sollen.Der Vicekönig von Italien, der französische Oberbefehls-haber, der durch den Uebergang der Verbündeten über dieElbe, sich in seinem wenig geschützten linken Flügel bedroh-sah, sandte das Corps des Marschall Davoust gegen dieselben.Dieses rückte so schnell heran, daß sein Vortrab am Tage derTreffens von Lüneburg nur wenige Meilen noch von dieserStadt entfernt war. Die Verbündeten konnten sich gegen