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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
51
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51begab sich das Unglaubliche, die Franzosen zogen siegreich vonParis nach Moskau. Hätte jemand erzählt, die Russenwürden ihre heilige Stadt einst selbst anzünden, er wärefür wahnwitzig erklärt worden, und doch begab sich dasUnglaubliche.Die Franzosen zogen in Moskau ein. Vergebens spähteihr Blick nach einem schlagfertigen Feinde, der ihnen den Ein-gang streitig machen würde, vergebens sahen sie sich nachVertheidigern auf den Mauern um, vergebens erwarteten sievon Kanonenkugeln empfangen zu werden kein Feind liefsich sehen, die Thore standen offen, die Mauern blieben stumm.Sie zogen vorwärts und betraten die Straßen der ungeheurenStadt, die 350,000 Menschen Obdach gewährte. Aber vonden Hunderttausenden war nichts zu sehen, leer waren dieStraßen, verschlossen die Häuser, nicht Jubel, nicht Verwün-schungen empfing die Einziehenden, Leere, Stille. Das ersehnteMoskau war in ihrem Besitz, aber es war nichts als eineausgestorbne Stadt, sie waren Gäste ohne Wirth, kein Hausöffnete sich, sie zu empfangen, kein Lager bot sich ihren müdenGliedern, kein Mahl war für die Hungrigen bereitet.Die Russen hatten die Stadt verlassen. Was sich in derEile zusammenraffen ließ von Hab' und Gut, hatten sie mitgenommen und ihre Häuser verschlossen. Nur die Gefängnissewaren geöffnet worden und die Missethäter daraus entlassen,mit einem unheimlichen Auftrage.Vorsichtig rückten die Franzosen ein. Strenge Manns-zucht war geboten auf den Straßen sollte bivouakirt werden. Napoleon bezog den Kreml, die alte Burg derruffischen Czaaren. Ihm war es unbegreiflich, was das