43nentalsystems zugesagt hatte. So trat Verstimmung zwischenbeiden Herrschern ein, es wurden über die streitigen PuncteUnterhandlungen gepflogen, die immer bitterer wurden, dieMißverständnisse wurden immer unheilbarer und es war end-lich der Krieg unvermeidlich.2.Napoleon bebte vor dem Gedanken nicht zurück, Rußlandanzugreifen; der Plan, in Moskau, das 600 Stunden von seinesReiches Hauptstadt entfernt war, über den Frieden zu unterhandeln, gefiel seiner Kühnheit. Der Gedanke wurde bei ihmbald zur That und im Frühjahr 1812 zog er eine Machtzusammen, wie sie Europa noch nicht unter einem Haupt-versammelt gesehen hatte. Fast alle europäischen Völker sandtenihm ihre Hülfsschaaren. Die deutschen Länder des Rheinbundesstellten 100,000 Mann, die Schweiz, Italien, Polen, Hollandsandten ihre Bundestruppen zu dem stolzen, unüberwundenenfranzösischen Heere. Preußen, dessen Festungen noch in derGewalt Napoleons waren, mußte nothgedrungen mitNapoleon ein Bündniß abschließen, und 30,000 MannHülfstruppen stellen. Auch Oesterreich sah sich genöthigt, mitNapoleon gemeinschaftliche Sache zu machen und sandt30,000 Mann. 550,000 Krieger mit 1200 Kanonen warenbereit gegen Rußland zu ziehen, die eine Hälfte Europas gegendie andere. Napoleon gab dem Heere den Namen: „diegroße Armee,“ und das war wirklich keine Prahlerei.Allein auch Rußland rüstete sich zum Kampfe. Zunächstschloß es Bündnisse mit England, dem unversöhnten FeindeNapoleons und mit Schweden, das unter dem Druck desContinentalsystems verarmte und entschlossen war, um jedenPreis seine Abhängigkeit abzuwerfen. Zu gleicher Zeit beeilte
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