47Erstes Kapitel.Krieg in Rußland.§. 1.Rußland war bis 1807 unter Frankreichs Feindengewesen, seine Heere hatten in der Schweiz und Italien, späterin Deutschland *) und zuletzt in Preußen **) gegen die Fran-zosen gefochten. Diese Feindschaft hatte sich in dem Friedenzu Tilsit vorläufig verloren, ja die beiden Herrscher, Napo-leon und Kaiser Alexander von Rußland fanden in derArt Wohlgefallen an einander, daß sie ein persönliches Freund-schaftsbündniß schlossen, so daß Rußland selbst an dem Kriegegegen seinen alten Verbündeten, Oesterreich***), Theilgenommen hatte. Allein dies Freundschaftsbündniß dauertenicht auf Jahre. Napoleons Macht wuchs auf eine beun-ruhigende Weise, seine Umgriffe und Verletzungen der Frie-densverträge konnten Rußland nicht gleichgültig lassen, und mitder Besitznahme der deutschen Nordseeküste kränkte der franzö-sische Kaiser einen nahen Verwandten Alexanders vonRußland, den Herzog von Oldenburg, in seinen Rechten. Aufder andern Seite ließ sich auch Rußland Verletzungen derVerträge zu Schulden kommen, namentlich öffnete es englischenWaaren seinen Häfen, obwol es die Ausführung des Conti-1805.**) Bei Eilau.***)1809.
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