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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
43
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45lobend gesprochen und jetzt wird er gepriesen, sein Leben wirdvielfach beschrieben, gelesen und wieder gelesen.Das Urtheil über Napoleon hängt mit dem über seineZeit zusammen. Napoleon war eine geschichtlicheNothwendigkeit. Die französische Revolution war einUngeheuer geworden, das gebändigt werden, ein überschwem-mender Strom, dem Dämme gesetzt werden mußten. DerKampf, den beinahe ganz Europa führte war ein unlöschbarerBrand, denn niemand war sich eines klaren Zweckes bewußtum den gekämpft wurde, nur Haß gegen Bestehendes undHaß gegen Beginnendes waren die Triebfedern dieses Kampfes,der die Kräfte der Staaten und Völker aufrieb. Hier war einMann nothwendig, der das Ungeheuer der Revolution bän-digte, der dem überfließenden Strome einen Damm entgegen-setzte, der dem Kampfe eine bestimmte Richtung gab, daß erendlich ein Ziel gewinnen mochte. Dieser Mann mußte eineungeheure Thatkraft, einen eisernen Willen, das Talent einesgroßen Feldherrn besitzen. Thatkraft mußte er haben, dennAlles war umgestürzt und es galt, unter den Trümmern auf-zuräumen und neu zu bauen; eisernen Willen mußte er haben,denn es galt jeden Widerstand zu brechen und zu beugen, derhemmend entgegen trat; Feldherr mußte er sein, denn es galtvor allen Dingen, daß der schwankende Sieg sich für einePartei entschied, damit man einen Punct gewänne, von woaus der allgemeine Kampf zu beurtheilen sei. Große Zeitengebären große Männer, und wo ein solcher nöthig ist, findetihn die Geschichte. Die Revolution fand Napoleon. Erhat seine Aufgabe gelöst. Er hat die Revolution gebändigt,hat den brausenden Strom der Zeit in seine Ufer geleitet, erhat die Trümmer des Zusammengestürzten weggeräumt, damitein neues Gebäude Platz finde. Das war seine Aufgabe, mehr