41fortgesetzten, hartnäckigen Widerstande, den sie von der Gegen-partei, heimlich und offen, von innen und von außen, durchist und Ränke, wie durch offne Gewalt erfuhr, wodurch dasVolk an den Rand des Verderbens und dann zur höchstenErbitterung gebracht, wodurch der Taumel und der Wahnsinnerzeugt wurde, welcher jene Schreckensscenen gebar. Einanderer, eben so zu beachtender Grund, daß die Franzosen dasUngeheure verüben und ertragen konnten, lag in dem Mangelwahrer Volksbildung, in dem Mangel an Achtung wahrerSittlichkeit, und dies haben die frühern Regierungen Frank-reichs verschuldet, die Maitressenregierungen der Vorgänger desunglücklichen Ludwigs XVI. Hier ist der Spruch derGeschichte reif, sie hat den Spott Friedrich des Großenüber den französischen Hof seiner Zeit zu einem Verdammungs-Urtheil umgewandelt.Napoleon hemmte diesen Gang der Revolution. Alser das Ruder ergriff, hörten die Greuel im Innern auf, undjetzt zeigte sich eine Erscheinung, die in der Geschichte so oftdagewesen war und doch niemals genug verstanden wurde:die Freiheit wurde zur Despotie. Freiheit war dasWort, welches das französische Volk entzündet hatte und alses frei war, verläugnete es die ersten, edlen Grundsätze derFreiheit; es wollte nur für sich die Freiheit und wollte selbstdie Herrschaft über fremde Völker führen! Uebermüthig woll-ten die Franzosen die Freiheit andern Völkern bringen,berauscht aber von den Siegen, die sie erfochten, vergaßen siedies und machten sich zu Gewaltherrschern. Die Strafe diesesTreubruchs an der Freiheit folgte nur zu bald, denn die Fran-zosen verloren diese selbst und unterlagen der schmählichstenMilitairdespotie, die durch Napoleon systematisch ausge-bildet wurde. Napoleon nahm ihnen die Freiheit ganz und
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