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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
36
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56den Kampf mit dem Gewaltigen aufnehmen könne, um seineDemüthigung zu rächen, und wieder zu gewinnen, was es inzwei harten Friedensschlüssen verloren hatte. Ungeheuer warendie Rüstungen dieses Staates, es bot alle Kräfte auf, umals würdiger Gegner aufzutreten. Und das that es auch. ImApril 1809 erfolgte die Kriegserklärung an Frankreich. Aberes galt jetzt nicht den Kampf mit Frankreich allein, es galtden Kampf mit halb Europa. Ganz Italien, der RheinbundPolen und Rußland waren mit Napoleon verbunden. Zwardrangen die Oesterreicher in Baiern ein, zwar schritten siemächtig in Italien vor, kamen auf der andern Seite bis War-schau und Dresden, allein eben so rasch stürmte Napoleonmit seinen Schaaren herbei, und schlug die vorgedrungenenHeere völlig, so daß sie nach Böhmen zurückgeworfen wurden.Zum zweiten Male sah Wien, die alte Kaiserstadt die Fran-zosen in ihren Mauern. Doch der Muth der Oesterreicherwar noch nicht erschöpft. Der alte deutsche Held, ErzherzogKarl schlug noch einmal die Schlacht bei Aspern und erfochtden glänzendsten Sieg. Zum ersten Male war der Unüberwun-dene geschlagen aber die Schlacht war zu mörderischgewesen, als daß man den Sieg hätte kräftig verfolgen könnenEine Waffenruhe von sechs Wochen folgte, während der sichbeide Theile stärkten. Die Schlacht bei Wagram machte ihrein Ende. Lange und heldenmüthig schlugen sich die Oester-reicher, aber vergebens, sie erlagen. Ein Waffenstillstandfolgte und bald darauf *) der Friede von Wien. Oesterreicherkaufte ihn mit schweren Opfern, denn es trat 2000 Qua-drat=Meilen mit vier Millionen Menschen ab, und aus denabgerissenen Provinzen bildete Napoleon abermals ein neues*) October 1809.