50vergrößert durch die österreichischen Abtretungen seinem Stiefsohndem wackern Eugen Beauharnais, der es als Vicekönigverwaltete. Neapels Herrscherfamilie, theilhaftig der österreichischenPläne gegen Frankreich, ward nach Sicilien vertrieben unddas Königreich Neapel dem Bruder des Kaisers, JosephBonaparte übergeben. Die batavische Republik *) mußteselbst bitten, sich zu einem Königreiche umgestalten zu dürfenund erhielt einen andern Bruder des Kaisers, LudwigBonaparte, zum König. Aus den von Preußen für Han-nover und von Baiern für Ansbach abgetretenen Ländern amNiederrhein wurde das Großherzogthum Berg gebildet, undan Napoleons Schwager, Murat, einen kühnen Reiter-general, gegeben. Alle diese Fürsten blieben Frankreich unddem Kaiser persönlich durch ein Familienstatut dergestaltverpflichtet, daß sie keinen eignen Willen hatten, sondern nurVafallen waren.Eine Menge kleinerer Besitzungen in diesen Ländernwurden an französische Marschälle verliehen, erhielten den Titelvon Herzogthümern und brachten ihren Besitzern reiche Einkünfteaber keine Macht. Außerdem wurden eine Menge Staatsgüterin diesen Ländern zur Belohnung für französische Kriegeraufbehalten. So war Napoleons Macht immer nochgewachsen, denn er gebot über das große Frankreich und überviele, durch Einführung französischer Gesetze und Verpflichtungenihrer Herrscher von Frankreich abhängige Staaten. SiebenzigMillionen Menschen gehorchtem ihm sonach — das Ganzewar eine Soldatenherrschaft.Das für uns wichtigste Ereigniß war das Aufhören desdeutschen Reiches auch der Form nach. Schon früher hatte) Holland.
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