Baiern, Würtemberg und Baden, welche in der Mitte zwi-schen den kriegenden Parteien lagen, warfen sich in Napo-leans Arme und schlossen mit ihm Bündnisse. Der ersteSchlag traf die Oesterreicher bei Ulm. Rings eingeschlossenmußte ein noch unbesiegtes Heer kapituliren. Nichts hielt dieFranzosen mehr auf und sie erreichten Wien. Von da wandtesich der Krieg nach Mähren. Dort hatten sich die Russen mitden Oesterreichern vereinigt und boten dem Feinde die Spitze.Von Italien zog ein österreichisches Heer heran, welches dortsiegreich gewesen war — in Ungarn rüsteten sich neue Schaa-ren. Doch alle diese Aussichten zertrümmerte die Schlacht beiAusterlitz. Die Franzosen siegten *). Oesterreich schloß Frie-den, der am 27. December zu Preßburg unterzeichnet wurdeDie Bedingungen waren hart. Es trat an tausend Quadrat-Meilen Land mit drei Millionen Bewohnern theils an Italien,theils an Baiern, Würtemberg und Baden ab. Baiern undWürtemberg waren zu unabhängigen Königreichen, Baden zueinem Großherzogthum erhoben worden. Die Russen warenzurückgekehrt. Preußen hatte Hannover bekommen, wogegen esAnsbach an Baiern abtrat. Kaum drei Monate hatten hin-gereicht, die Macht Oesterreichs so zu brechen.§. 17.Die Folgen dieses Krieges waren von der größten Wich-tigkeit. Napoleon hatte jetzt eine Macht in Händen, wievordem kein europäischer Fürst und er handhabte sie tüchtig,sowol für seine, als für Frankreichs Interessen. Früher schonhatte die eisalpinische Republik sich in ein Königreich Italienumgewandelt, dessen Krone Napoleon angeboten wurde, dieer auch annahm. Jetzt übergab er dieses Königreich, ansehnlich*) 2. December 1805
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