25zurück, seine Armee in Aegypten lassend. Das Land empfingden sieggekrönten Helden freudig und als er durch eine kühnausgeführte Verschwörung die bestehende Verfassung undRegierung umstürzte, als er eine neue Verfassung gab, nachwelcher er als erster Consul selbst an die Spitze der Geschäftegestellt wurde, freute sich die Nation, selbst das Ausland,denn er hatte sich bereits als einen kräftigen Mann bewiesen,der in der Verwirrung der Dinge so nothwendig war. Auchrechtfertigte er bald die Erwartungen, die man von ihmhegte. Durch weise, milde und versöhnende Maßregeln wußteer zunächst die Gährung im Innern zu beruhigen; der nochimmer glimmende Funken des Bürgerkrieges in der Vendéewurde ausgetilgt, die Strenge gegen politische Verbrecher undFeinde der neuen Ordnung der Dinge wurde gemäßigt, unddiese so in Freunde derselben umgewandelt. So mild Bona-parte im Innern verfuhr, so kräftig handelte er nach außen.England und Oesterreich verwarfen seine Friedensvorschlägeund alsobald begann er neue Kriegsrüstungen. Der Feldzugdes Jahres 1800 brachte ihm neuen Ruhm. Zwar fiel Genuadurch Mangel in die Hände der Oesterreicher, allein währendder Belagerung dieser Stadt hatte Bonaparte sein neuge-sammeltes Heer durch die Schweiz in den Rücken derselbengeführt. Nach mehreren, für dieselben nachtheiligen Gefechte,wurde die Schlacht bei Marengo *), geliefert. Mit größterTapferkeit wurde auf beiden Seiten gestritten, aber der Siegblieb den Franzosen. Die Oesterreicher verloren durch dieseneinen Schlag alle Früchte der vorjährigen Siege. In Deutsch-land waren sie nicht minder unglücklich. Zwar hatten Baiern,Würtemberger und Mainzer ihre Heere verstärkt, aber ohne*) 14. Juni 1800
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